Attacke auf Snapchat

Nach Instagram bekommt nun auch Facebook eine Story-Funktion

So sieht die Story-Funktion bei Facebook aus.
© Business Insider
So sieht die Story-Funktion bei Facebook aus.
Jetzt macht Facebook richtig Druck auf Snapchat. Nachdem der Konzern die bei Snapchat so populär gewordene Story-Funktion vergangenens Jahr kopierte und in seine Bilder-App Instagram integrierte, soll nun Medienberichten zufolge offenbar auch Facebook selbst dieses Feature testen.
Wie eine Facebook-Sprecherin gegenüber "Business Insider" bestätigte, werde die Story-Funktion, bei der Nutzer Bilder und Videos mit Verfallsdatum veröffentlichen können, demnächst in der Facebook-App ausgerollt. Aktuell befinde sie sich noch in einer Testphase und stehe nur Nutzern in Irland zur Verfügung. In den kommenden Monaten sollen weitere Länder folgen, heißt es.



Dem Bericht zufolge wird Facebook der Story-Funktion einen prominenten Platz am oberen Bildschirmrand verschaffen, genau wie bei Instagram. Das neue Feature werde auch genauso wie bei Instagram funktionieren: Die Story wird nicht im News Feed zu sehen sein und kann nur 24 Stunden lang abgerufen werden.

Es ist nicht verwunderlich, dass der Konzern diese Funktion nun in die Facebook-App integriert. Bei Instagram hat das Unternehmen bereits gute Erfahrungen damit gemacht. Erst vor wenigen Monaten, im August, rollte Instagram die Story-Funktion weltweit aus. 
Nur zwei Monate später nutzten sie laut Instagram bereits 100 Millionen Menschen täglich. Inzwischen sind es sogar mehr als 150 Millionen.


Seit zwei Wochen hat Instagram die Funktion gar für Werbungtreibende geöffnet und testet derzeit Full-Sceen-Ads innerhalb der Story mit Werbepartnern wie Louis VuittonNikeAsosAirbnb, Bacardi und Zalando.

Mit der Story-Offensive reagiert Facebook nun mit voller Härte gegen die zunehmende Konkurrenz, die von Snapchat ausgeht. Die gelbe App mit dem Geist, die vor allem in der jungen Zielgruppe sehr populär ist, stand einst auf der Wunschliste von Facebook-CEO Mark Zuckerberg. Mit seinem Übernahmeangebot blitze er damals jedoch bei Snapchat-Chef Evan Spiegel ab. ron
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