Angriff auf Netflix und Amazon

Vimeo plant kostenpflichtiges Streaming-Angebot

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Vimeo will Netflix und Amazon Konkurrenz machen
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Vimeo will Netflix und Amazon Konkurrenz machen
Das Videoportal Vimeo will den Platzhirschen Netflix und Amazon den Kampf ansagen und plant offenbar einen eigenen bezahlpflichtigen Streamingdienst. Für das Angebot will der Konzern auf die Inhalte seiner Community setzen und zusätzlich für Fremdmaterial in die Tasche greifen.
In einem Brief an Vimeos Anteilseigner beschreibt Interims-CEO Joey Levin seine Streaming-Pläne: "Vimeo hat die einmalige Gelegenheit, in die Fußstapfen von Netflix treten zu können", schreibt der ehrgeizige Firmenchef. Trotz der bereits im Markt etablierten und beliebten Dickschiffe Netflix, Amazon und Hulu gibt sich Levin überraschend optimistisch: "Wir können unser Angebot zu einem Bruchteil der Kosten der Wettbewerber anbieten."
Bewegtbildgipfel 2016
Video-on-Demand, Streaming und viele weitere Themen werden am 9. und 10. November auch auf dem Bewegtbildgipfel  in München diskutiert. Unter anderem mit Matthias Brüll (Group M Germany), Martin Michel (Sky Media) oder Matthias Dang (IP Deutschland).
Wie viel der Streamingdienst konkret kosten soll und wie er letztendlich heißen wird, darüber verliert der Unternehmenschef noch kein Wort. Was die Inhalte angeht, will das Videoportal auf den Produktionen seiner in der Community beliebten Filmemacher setzen. Zusätzlich werde man aber auch in Content von Drittanbeitern investieren, heißt es.


Der zahlungspflichtige Streamingdienst ist ein logischer Schritt in der Strategie von Vimeo. Die Videoplattform bietet ihren Nutzern bereits seit Längerem einen On-Demand-Service, bei dem sie bestimmte Filme kaufen oder leihen können. Auch können Nutzer schon seit einiger Zeit bestimmte Videokünstler auf der Plattform abonnieren und für deren Inhalte bezahlen. ron
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