"Alexa, reserviere einen Konfi"

Amazon will seine Sprachassistentin ins Büro bringen

Amazon Echo Dot soll sich auch im Büro etablieren.
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Amazon Echo Dot soll sich auch im Büro etablieren.
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Seit Montag veranstaltet Amazon in Las Vegas seine Entwicklerkonferenz "AWS Reinvent" und hat bereits zahlreiche Neuerungen, vor allem für das Cloud-Geschäft, präsentiert. Doch eine der interessantesten Ankündigungen könnte es heute Abend gegen 17 Uhr deutscher Zeit geben: Offenbar plant der Internetkonzern, mit "Alexa for Business" eine Plattform speziell für Büro-Anwendungen ins Leben zu rufen.
Wenn es um smarte Lautsprecher und digitale Assistenten geht, ist Amazon mit seinen Echo-Produkten und Alexa weltweit Marktführer. Damit will sich der Konzern aber offenbar nicht zufrieden geben und wird heute Abend vermutlich die "Alexa for Business"-Plattform präsentieren. Wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtet, legt das die Agenda des heutigen Konferenztages nahe, in der eine Session mit "Alexa Hack Your Office" betitelt ist.

Praktisch heißt das: Büro-Arbeiter sollen mithilfe der neuen Plattform in der Lage sein, beispielsweise Konferenzräume zu reservieren oder Meetings aufzusetzen - alles nur über einen kurzen Sprachbefehl. Eine integrierte Sicherheits-Ebene, durch die Stimmen identifiziert werden können, soll verhindern, dass die Anwendung von Unbefugten benutzt wird. Darüber hinaus ist die Rede von einem eigenen Marktplatz nur für Business-Skills.

Die ersten Partner stehen laut "Wall Street Journal" schon bereit: SAP und Wework werden die "Alexa for Business"-Plattform als Launchpartner begleiten. Die Walldorfer arbeiten demnach an einem Skill für Concur Technologies, ein internes Reisemanagement- und Reisekostenabrechnungs-Tool. SAP-Mitarbeiter könnten so beispielsweise fragen: "Alexa, wann geht mein Flieger heute Nachmittag?"

Amazon hatte gestern in Las Vegas bereits mit einer anderen, nicht weniger relevanten, Neurung für Alexa vorgelegt. Der Onlinehändler verpasst der Sprachassistentin nämlich eine Bezahlfunktion. Anbieter eines Alexa-Skills sollen damit in der Lage sein, weitere Funktionen gegen Bezahlung anzubieten - ähnlich wie bei In-App-Käufen. Dabei handelt es sich aber erst einmal nur um einen Test. ron

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