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Sourcepoint sichert sich 16 Millionen US-Dollar

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Ben Barokas, CEO von Sourcepoint, kann sich über frisches Geld freuen.
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Ben Barokas, CEO von Sourcepoint, kann sich über frisches Geld freuen.
Sourcepoint kann weitere Risikokapitalgeber überzeugen. Das Adtech-Start-up, das Online-Publishern bei der Monetarisierung von Inhalten helfen möchte, hat eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 16 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Nun verfolgt Sourcepoint das ehrgeizige Ziel, das "Spotify für digitale Inhalte" zu werden.

Seit es das Internet gibt, versucht die Branche eine Antwort darauf zu finden, wie Inhalte im Netz refinanziert werden können. Bislang eher vergeblich. Zum einen macht den Publishern die steigende Nutzung von Adblockern zu schaffen, zum anderen konnte sich im Netz nach wie vor keine Bezahlkultur entwickeln. Hier kommt Sourcepoint ins Spiel.


Vor 18 Monaten gründeten die Branchenprofis Ben Barokas, Brian Kane, Geir Magnusson Jr. und Jeroen Seghers das Unternehmen mit dem Ziel, den Online-Publishern bei der Monetarisierung zur Seite zu springen. Sourcepoint entwickelte daraufhin eine technologische Lösung, mit der Publisher ihren Usern verschiedene Vergütungsvarianten unterbreiten können. Beispiel: Besucht ein Nutzer eine Partner-Website von Sourcepoint, wird er über eine Dialogbox gefragt, wie er für die Inhalte bezahlen möchte - über das Anzeigen von Werbung, über direkte Bezahlung des Inhaltes oder über das Abschließen eines Abos.

Die Technologie von Sourcepoint scheint bei Risikokapitalgebern offenbar Gefallen zu finden. Das Start-up, welches neben seinem Hauptsitz in New York und unter anderem ein Office in Berlin hat, konnte nun seine Series B Finanzierungsrunde in Höhe von 16 Millionen US-Dollar abschließen. Neben dem neuen Investor Northzone, der die zweite Finanzierungsrunde anführt und unter anderem auch Spotify und Outfittery mit Geld unterstützt, sind die bestehenden Investoren Spark Capital, Foundry Group, Accel Partners und Greycroft Partners an der Finanzierungsrunde beteiligt. Seit Gründung im Juni 2015 wurden somit insgesamt 26 Millionen US-Dollar in Sourcepoint investiert.

Neben diesen Haupt-Investoren sind die strategischen Business Angels Michael Barrett (CEO Millenial Media), Joe Zawadski (CEO MediaMath), Jonah Goodhart (CEO Moat) und Matt Keiser (CEO LiveIntent) an Sourcepoint mit einem Gesamtvolumen von 10 Millionen US-Dollar beteiligt.

"Die zweite Finanzierung ist für die nächste Wachstumsphase von Sourcepoint entscheidend", kommentiert CEO Ben Barokas. Das frische Geld werde für die Entwicklung neuer Erlösmechanismen der Publisher benötigt, die die individuellen Nutzerbedürfnisse und die Präferenzen jeden einzelnen Users ansprechen können.  Langfristig, so heißt es, verfolge Sourcepoint das Ziel, das "Spotify für digitale Inhalte" zu werden und eine Cross-Publisher Subscription-Plattform zu entwickeln. Schon jetzt arbeitet Sourcepoint mit Verlagen wie Dennis Publishing, Gruner+Jahr, AOL und Nyheter24 zusammen. ron

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