Adtech

Sizmek will Programmatic mit Künstlicher Intelligenz transparenter machen

Mark Grether, CEO von Sizmek
© Sizmek
Mark Grether, CEO von Sizmek
Undurchsichtige Kampagnenkosten, beschränkter Datenzugriff oder markenschädliche Umfelder: Die kritischen Stimmen aus den Reihen der Werbungtreibenden zu Programmatic Advertising wurden zuletzt immer lauter. Nun will Sizmek, einer der weltweit größten Adtech-Dienstleister, gegensteuern und ruft sogleich das "Jahr der Transparenz" aus. Dabei helfen soll eine Künstliche Intelligenz.

Sizmek kündigt vollmundig an, auf seiner Plattform ab sofort eine transparente Preisgestaltung der Media-, Kreativ-, Daten-, Technologie- und Servicekosten anbieten zu wollen. Mit diesem Schritt hofft das Unternehmen eigenen Angaben zufolge, einen neuen Standard in einer Branche setzen zu können, die häufig bezüglich ihrer undurchsichtigen Preisgestaltung und des selektiven Zugangs zu Kampagneneinblicken kritisiert wird.



Der Adtech-Dienstleister, der im Herbst vergangenen Jahres mit einer 145 Millionen Euro schweren Übernahme von Rocket Fuel auf sich aufmerksam machte, erklärt diesen Schritt damit, dass Agenturen und Werbungtreibende bislang gezwungen waren, Kompromisse zwischen Transparenz, Kontrolle und Performance einzugehen. Werbungtreibende hätten sich oftmals entweder für undurchsichtige Anbieter entscheiden müssen, die beeindruckende Ergebnisse garantierten, oder für transparentere Anbieter, die weniger gute Ergebnisse lieferten.

Damit soll nun Schluss sein. Eine eigene Künstliche Intelligenz soll bei Sizmek künftig dafür sorgen, dass Agenturen und Werbungtreibende ihre Kampagnenleistung optimieren und gleichzeitig volle Kostenübersicht erhalten sollen. "Die Branche hat gesprochen – Sizmek hat zugehört und reagiert", sagt CEO Mark Grether in einer Mitteilung des Unternehmens. Agenturen und werbungtreibende Unternehmen hätten diesen Schritt gefordert, heißt es. "Sie wollen, dass sich ihre Partner von Black-Box-Praktiken verabschieden, die echte Kampagnenkosten verbergen und das Vertrauen in die Auswirkungen von Mediainvestitionen auf die Ergebnisse schwächen", so Grether weiter. Sizmek bietet seinen Kunden bereits seit Längerem KI-basierte Empfehlungen zur Werbemitteloptimierung an. Das soll nun über den gesamten Mediaplan hinweg ausgebreitet werden.


Das Unternehmen stützt sich dabei auf Ergebnisse einer aktuellen Studie der World Federation of Advertisers (WFA), nach der 90 Prozent der Werbungtreibenden Anzeigenverträge über Programmatic Advertising hinsichtlich Transparenz prüfen und gezielt nach Anbietern suchen, die mehr Transparenz bieten. ron

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