Adobe-Manager Brett Wilson

"Bei uns muss sich niemand Sorgen um Fraud machen"

Brett Wilson ist als General Manager Advertising für das Werbegeschäft von Adobe verantwortlich
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Brett Wilson ist als General Manager Advertising für das Werbegeschäft von Adobe verantwortlich
Im Dezember vergangenen Jahres hat Adobe den Tech-Dienstleister Tube Mogul übernommen. Als die Software-Schmiede am Dienstag in Las Vegas seine neue Advertising Cloud vorgestellt hat, wurde letztlich klar, warum: Der Onlinevideo-Spezialist liefert die Technologie, die die Verbreitung von Bewegtbild-Inhalten über alle Kanäle und Bildschirme ermöglichen soll.

"Unternehmen können die gesamte Werbeplanung und den Werbeeinkauf auf einer einzigen sicheren Plattform zentralisieren - der Adobe Advertising Cloud". Das verspricht Brett Wilson, früherer CEO von Tube Mogul und mittlerweile als General Manager Advertising für das Werbegeschäft von Adobe verantwortlich. Er steuert mit seiner früheren Firma vor allem Programmatic-Kompetenz sowie eine Demand-Side-Plattform bei, auf der Kunden ihre Anzeigen künftig automatisiert planen, einkaufen und aussteuern können. HORIZONT hat mit dem Manager über Adobes Pläne gesprochen.



Brett, lassen Sie uns über Ihre neue Rolle bei Adobe sprechen. In welchem Bereich sind Sie nach der Übernahme von Tube Mogul gelandet? Ich bin verantwortlich für das gesamte Werbegeschäft von Adobe, einschließlich aller Software-Angebote in diesem Bereich. Letztlich besteht es aus zwei Bereichen: meiner früheren Firma Tube Mogul und dem Adobe Media Optimizer, der diverse Angebote zu Search-, Social-Media- und Display-Advertising enthält.

Welchen Stellenwert hat das Werbegeschäft generell für Adobe? Nun, beim Summit haben wir gerade erst unsere Advertising Cloud gelauncht. Das sagt schon einiges über den Stellenwert aus. Wir wollen unseren Kunden damit eine integrierte, Cross-Channel-Plattform zur Verfügung stellen, über die sie ihre Zielgruppe erreichen können, egal, auf welchen Kanälen sie ihre Spendings verteilen, also egal ob über Search, Mobile, Video oder Display. Mit der Adobe Advertising Cloud wird es extrem einfach werden, die jeweilige Zielgruppe anzusprechen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt bei 90 Prozent - das ist in etwa doppelt so viel wie der Branchenschnitt. Zusammen mit Tube Mogul hat Adobe sein Engagement im Bereich Programmatic Advertising stark ausgebaut. Wie lautet Ihr Versprechen an (Neu-)Kunden? Wir helfen unseren Kunden, zu skalieren. Immer mehr Werbungtreibende wollen ihre Werbung adressierbar machen und die richtige Zielgruppe passgenau ansprechend. Wir machen es einfacher und skalierbarer für sie. Mit der Adobe Marketing Cloud können Kunden mittlerweile in komprimierter Form auf sehr viele Dienstleistungen zugreifen, angefangen von der Kreativstrategie über Website-Inhalte, ROI-Messung und Sales bis hin zur kürzlich hinzugekommenen DSP. Außerdem brechen wir die Silos zwischen traditionellem und digitalem TV ein und werfen einen holistischen Blick auf die Investitionen der Unternehmen.


In Deutschland wird die Diskussion über Programmatic Advertising immer auch von Sorgen zu Brand Safety und Fraud begleitet. Welche Erfahrungen haben Sie in diesen Bereichen gemacht? Wir haben vor einem Jahr die Anti-Adfraud-Technologie White Ops in unseren Reports integriert. Wir zahlen dafür, teilen diese Berichte mit unseren Kunden und geben ihnen ihr Geld zurück, sobald irgendeine seltsame Fraud-ähnliche Aktivität registriert wird. Und das kommt durchaus vor. Es ist ja auch nicht so, dass es Fraud nur im programmatischen Bereich gibt. Das Problem existiert, sobald es um digitale Medien geht. Wir garantieren Werbungtreibenden immer, egal ob sie klassisch oder per Real-Time-Bidding einkaufen, dass Sie Fraud-frei einkaufen. Bei uns muss sich niemand Sorgen um Fraud machen. kan

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