Technologie

Warum die Werbeindustrie mit ihrer KI-Begeisterung übertreibt

Montag, 21. Januar 2019
Braucht Marketing KI? Und wenn ja, wie viel davon? Diese Fragen gehören derzeit wohl zu den meistdiskutierten in der Branche. Doch die Werbeindustrie übertreibt es mit ihrer Begeisterung für diese Technologie in einem fast schon absurd anmutenden Ausmaß. Zu viel KI schadet ihr nämlich. Wie sich das Marketing mit einem unsinnigen Wettrüsten ins Abseits manövriert.

Von den vielen Schlagwörtern 2018 war dieses wahrscheinlich das zentralste: Customer Centricity. Das, je nach Sichtweise, Geniale oder Absurde daran: Ebnen soll den Weg zu mehr Menschennähe und Kundenfreundlichkeit Künstliche Intelligenz.

Geht das, maschinell hergestellte Kundennähe? Beispiele, wie Tech-berauscht deutsche Marketers und Agenturleute heute denken und sprechen, sind inzwischen Legion. Weil es so aktuell und absolut bezeichnend ist, hier mal ein irres Zitat von Julia Saswito von Triplesense Reply aus der jüngst erschienenen Umfrage der Absatzwirtschaft zu den wichtigsten Trends 2019:

"Für mich ist der Megatrend 2019 'Empathic Marketing Intelligence'. Zu den konkreten Themen, die darunter fallen, gehören unter anderem Data-driven Insights-Plattformen mit Voice- und Visual-Dashboards, AI-unterstützte Marketing-Automation und -Prediction sowie die Einbindung von Emotionen in die Mensch-Maschinen-Interaktion." Das alles soll helfen, "langlebige und bedeutsame Beziehungen herzustellen".

"Bedeutsame Beziehungen" zwischen Menschen und Marken dank KI? Die Gegenthese in diesem Artikel lautet: Die deutsche Werbeindustrie übertreibt es mit ihrer Begeisterung für – wie soll man es nennen? – Data-driven Technology in einem fast schon absurd anmutenden Ausmaß.

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