New York Notizen Tag 9

Nicht nur Job, Vertical Brands und ein Tischtennis-Sieg

Donnerstag, 21. Juni 2018
OMR-Mann Philipp weiter auf NY-Tour, und dort auch mal einfach am arbeiten… Heute über Ladengeschäfte in Soho, welche Vertical Brand bald nach Deutschland kommt und mehr an Tagebuch-Tag 9.

New York Notizen, Tag 9:

Die Wahrheit ist natürlich, dass ich nicht die ganzen Tage hier in NY streng beruflich unterwegs bin. Und die Wahrheit ist auch, dass es Mails zu schreiben, Sachen zu recherchieren und ein normales Leben zu leben gibt: Sport machen, Buch lesen, solche Dinge, über die andere besser literarisch schreiben können als ich. Daher heute etwas kürzer:

Am frühen Nachmittag habe ich Jan getroffen, einen Berliner Produkt Manager und User-Experience-Experten, der seit den Anfängen bei Glossier dabei ist. Glossier ist eine der „Vertical Brands“, die es ziemlich sicher schaffen werden, dauerhaft erfolgreich zu sein. Das Unternehmen verkauft Beauty-Produkte für Frauen, die auch die Kardashians benutzen (angeblich freiwillig). Den Ursprung der Firma bildete der persönliche Blog der Gründerin Emily Weiss. Entsprechend ist Glossier bis heute sehr Content-getrieben und damit sehr erfolgreich (ca. 200 Mitarbeiter und 85 Mio $ Funding). Eines der bestverkauften Produkte ist „Boy Brow„, eine Art Kamm mit Farbe für Augenbrauen – kannte ich bisher nicht.

Kommt Glossier nach Deutschland?

Jan erzählte, dass es Überlegungen gibt, Glossier-Produkte wie dieses demnächst auch mal in Deutschland zu verkaufen. Also habe ich natürlich sofort angeboten, bei OMR mal damit anzufangen und ein Team von Glossier auf die Bühne zu holen, um zu erklären, wie es funktioniert mit Content-getriebenem E-Commerce. Schauen wir mal, ob es klappt.
Jan-Niklas Kokott im Glossier HQ
OMR
Jan-Niklas Kokott im Glossier HQ
Die Leute von Glossier haben in jedem Fall ein Büro, wie man es von einer „Lifestyle-Brand“ erwartet (siehe Foto von Jan vor der Blumen-Deko im Eingangsbereich). Und: Wie fast alle Vertical-Brands dieser Zeit, hat auch Glossier ein Ladengeschäft in Soho. Eigentlich stößt man überall in Manhattan und insbesondere in Soho auf Geschäfte von neuen „Marken“ sozusagen aus dem Internet: Lululemon (Yoga-Klamotten), Casper (Matratzen natürlich), Bonobos (Herren Klamotten), Away (Koffer), Warby Parker (Brillen) usw. Schon interessant, dass hier viel Venture Capital direkt umgeleitet wird in die Kassen von Immobilienbesitzern. So eine richtige Kalkulation dazu hab ich bislang nicht rausbekommen.

Discount nach gewonnenem Ballwechsel

Direkt um die Ecke von meiner Wohnung ist ein Pop-Up-Store einer englischen Vertical Brand namens „Rowing Blazers„. Die Firma verkauft unter diesem Label ganz coole Sportsachen für Männer, die auf traditionell alt gemacht aussehen. Mitten im Laden steht eine Tischtennisplatte, die man schon von außen sehen kann (meine OMR-Kollegen wissen schon, was jetzt kommt…). Ich bin auf dem Weg nach Hause da rein und habe (natürlich) kurz danach mit diesem hier im Video festgehaltenen Ballwechsel ein Shirt zum halben Preis gewonnen.
OMR-relevant waren sonst noch ein langes Meeting mit den Machern von digiday, was in einigen Aspekten so eine Art OMR auf amerikanisch ist (oder umgekehrt) allerdings ohne ein großes Festival dafür mit vielen etwas kleineren Events zu Digital-Marketing & Medien-Themen rund um die Welt. Mit dem Gründer Nick Friese hatte ich dann durchaus Themen, die uns beide gleichermaßen bewegen.

Besuch aus Hamburg

Am späten Nachmittag trafen sich dann einige mir aus Hamburg gut bekannte Menschen im imposanten Office von SAP direkt am Hudson. Unsere OMR-Partner vom Next Media Accelerator, die seit zwei Jahren beim OMR-Festival den Startup- & Politikbereich kuratieren (Meinolf und Sabela waren vor Ort, Nico hatte Geburtstag und war in HH – herzlichen Glückwunsch, Mann!) hatten internationale Startups dazu eingeladen, vor US-Investoren zu pitchen.

Meinolf Ellers ist wirklich ein leidenschaftlicher Kämpfer für den Standort Hamburg und die atlantische Brücke nach NY. Wir werden versuchen, da bei OMR 2019 weiter mitzumachen und gemeinsam einen Schwerpunkt zu setzen. Echt super Arbeit, und insbesondere Danke für die Förderung der Kollegen von Content Flow, die auch präsentiert haben, und deren Software wir bei OMR sehr hilfreich finden.

Einstimmung auf einen Termin bei Vice

Gleich ist mein Handy-Akku alle, dazu nehmen – während ich diesen Text in die Notizen-App tippe – Menschen um mich herum ganz offensichtlich Drogen. Ich will morgen eigentlich früh aufstehen und zu VICE (würde wohl zwar passen, aber nee), also.

Falls nicht sowieso schon passiert: Hier könnt Ihr Philipps Planung vor dem AusflugTag 1Tag 2Tag 3 und Tag 4, Tag 8 nachlesen. Es lohnt sich.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf OMR.com
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