Nerd Alert

Fünf Dinge, die ein SEO-Reporting erfüllen muss

Dienstag, 07. August 2018
Suchmaschinenoptimierung ist keine exakte Wissenschaft, umso dringlicher ist die Aggregation belastbarer Daten, um Potenziale zu identifizieren, Erfolge lesbar zu machen und bestenfalls den Return Of Investment (ROI) möglichst eindeutig bestimmen zu können. Welche fünf Elemente jedes Reporting enthalten muss, erklärt SEO-Experte Robert Krämer aus der Fokusgruppe Search im Bundesverband Digitale Wirtschaft in unserer Gastbeitragsreihe "Nerd Alert".



1.

KPI

Stellen Sie sich die Frage, ob alle Schlüsselindikatoren (KPI) für die Leistung der SEO-Leistung der Seite und der Maßnahmen entsprechend aufbereitet und verständlich dargestellt sind.



Dazu gehören zwangsläufig:

  • Keyword-Rankings,
  • Suchmaschinensichtbarkeit auf Basis des festgelegten Keyword-Sets,
  • Click-Through-Rate,
  • differenziert ausgewiesene Besuche aus SEO/SEA,
  • direkte/indirekte Conversions aus SEO/SEA.

Nerd Alert
In der Gastbeitragsreihe "Nerd Alert" kommen wöchentlich Branchenexperten zu Wort, die ihr Wissen in Know-how-Beiträgen zu aktuellen Tech- und Digital-Themen weitergeben.



2.

Umsatz

Im Digital Commerce sollte das Analyse-Tool so konfiguriert sein, dass sich Kennzahlen zu Umsatz ins Verhältnis setzen lassen. Nur so lässt sich der tatsächliche ROI von Maßnahmen kontrollieren.



3.

Tatsächliche Erfolgsmessung

Getroffene Maßnahmen sollten stets mit Zahlen aus dem Bericht in Verbindung stehen – das muss für den Kunden klar ersichtlich sein –, um eine konkrete Erfolgsmessung dieser Maßnahmen zu ermöglichen. Die Schlüsselindikatoren für den Erfolg sollten bereits vor dem Beginn der Maßnahmen festgelegt worden sein, um künstliche Interpretationsspielräume zu verhindern. Ein Dienstleister muss sich schließlich an dem messen lassen, was er zuvor als Kampagnenziel formuliert hat.



4.

Betrachtungszeiträume

Die einzelnen Reports sollten in lesbarer Granularität (pro Stunde, pro Tag, pro Woche, pro Monat) und sinnvollen Zeiträumen erfolgen. Die Erfolgsmessung eines Relaunchs darf beispielsweise nicht erst mit dem Datum des Relaunchs beginnen. Wiederkehrende Extreme (z. B. Weihnachten, Sommerloch, Mittagspause, Nachtzeiten) müssen bei der Analyse der betrachteten Zahlen stets berücksichtigt und entsprechend eingeordnet werden.



5.

Statistische Hilfsmittel

Letztendlich ist ein Reporting nichts anderes als eine Zusammenführung statistischer Auswertungen. Für diese stehen viele statistische Hilfsmittel zur Verfügung. Im Einzelnen können das optische Aufbereitungen wie Diagramme, Trendlinien oder farbliche Kennzeichnungen von Tendenzen sein, aber auch konkrete statistische Berechnungen und Funktionen wie zum Beispiel Standardfehler, Standardabweichung, Rang oder Mittelwert darstellen.

Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass Tracking und Analysewerkzeuge in der Regel nicht hundertprozentig akkurat arbeiten (können). Nicht alle Seiten- und Nutzerdaten stehen immer uneingeschränkt zur Verfügung und bei großen Datenmengen basieren die Reports meist nur auf automatisierten Hochrechnungen von Stichproben. Wichtig ist schlussendlich, dass die Statistik dafür genutzt wird, relevante Ergebnisse absolut transparent und dabei so lesbar wie möglich zu machen.

Fazit

Reportings dürfen für eine Agentur oder einen Dienstleister vor allem als Beratungsgrundlage dienen. Interpretationshilfen und -ansätze können dann Analysebestandteile des Reportings sein. Wichtig ist, dass die endgültige Deutungshoheit immer bei Ihnen als Kunde liegt. Diese Aufstellung dürfte dabei helfen.

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