Aus für Third-Party-Cookies

Warum Google das richtige Signal aussendet

Freitag, 17. Januar 2020
Mit der Ankündigung, künftig Third-Party-Cookies im Chrome-Browser zu blockieren, hat Google die Online-Branche gehörig aus dem Winterschlaf gerüttelt. In zwei Jahren soll es so weit sein. Und weil Firefox und Safari die umstrittenen Datenlieferanten ohnehin schon per Standardeinstellung aussperren, wäre deren endgültiges Aus damit besiegelt – der Chrome-Browser als Marktführer ist hier entscheidend.
Die Adtech-Branche hat die Nachricht allerding nicht unvorbereitet getroffen. „Wir haben die bisherigen Signale von Google bereits in diese Richtung gedeutet“, sagt Jörg Vogelsang, Managing Director DACH & CEE beim Adtech-Dienstleister Index Exchange, der sich unter anderem mit ID-Lösungen beschäftigt. „Aber viele wollten es einfach nicht wahrhaben.“

Das ist insofern verständlich, als weite Teile des Programmatic-Ökosystems seit vielen Jahren auf Third-Party-Cookies basieren, sie machen Tracking, Targeting und Frequency Capping im Browser-Web überhaupt erst möglich – da denkt man nicht von heute auf morgen um. Auch beruhen die Geschäftsmodelle vieler Adtech-Dienstleister in der programmatischen Auslieferungskette darauf.
Sie haben zwar noch zwei Jahre Zeit, sich entsprechend umzustellen – aber wie erklären sie ihren Geldgebern, dass sie das auch schaffen? Mit welchen Argumenten wollen sie Mitarbeiter rekrutieren?

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