Arcade, Virtuosity & Co

Diese 5 Filme haben uns die Lust auf Virtual Reality vermiest

Montag, 02. Juli 2018
Virtual Reality ist da und alle haben Bock! Bei Christoph Becker und Mike Zeiler von der Frankfurter Digitalagentur Artus Interactive will der Funke allerdings nicht so recht überspringen. Die beiden Kreativen erklären in ihrem Gastbeitrag für HORIZONT Online, welche fünf Filme bereits in den 80ern und 90ern die ungeschönte Wahrheit hinter dem VR-Hype zeigten und ihnen die Lust auf die Technologie vermieste.

1.

Der Rasenmähermann (1992)

Höhere Intelligenz und Telekinese-Skills hin oder her; wenn Virtual Reality heißt, dass wir bald mit unseren Partnern beim Sex zu einer Libelle verschmelzen und durch den Cyberspace fliegen, dann ohne uns! Wir bleiben altmodisch. Trotzdem ein Chapeau von uns für die wahrscheinlich erste CGI-Sexszene der Filmgeschichte.

2.

Arcade (1993)

Eine Spielhölle namens „Dante’s Inferno“ und ein neuartiges Videospiel mit zweifelhaftem Ruf stehen im Mittelpunkt der Story. Natürlich haben unsere 90er-Jahre-Teenager da so richtig Bock drauf. Das Problem: Verlierst du, bleibst du in der virtuellen Welt des Spiels gefangen. Na klasse. Und das alles nur, weil der Developer seinen Code nicht richtig im Griff hatte. Da stecken wir unsere reale Kohle doch lieber in eine gemischte Tüte.

3.

Projekt Brainstorm (1983)

Weiße Kittel und Wissenschaftler, die richtig Bescheid wissen; bunte Kabel und ein Helm, der alles aufzeichnet, was im „Brain“ so abgeht – das beschreibt den Film von 1983 in knappen Worten. Gespeichert werden alle Daten auf bunten „Dingern“, die aussehen wie schimmernde Geschenkbänder – ja, so hat man sich die Datenträger der Zukunft wirklich vorgestellt. Natürlich interessiert sich das Militär brennend dafür. Und macht damit erst mal wieder irgendeinen Quatsch. Die Folge: irreparable Schäden im Oberstübchen, lebenslange Traumata ... mit Todesfolge. Sorry, aber das macht ihr mal lieber schön alleine.

4.

Virtuosity (1995)

Virtuelle Schulungen mit möglichen Todesfolgen? Nicht ohne Gehaltserhöhung! Das Horrorszenario von Virtuosity könnte schon bald Realität werden. Ein virtueller Trainingsplatz für den Ernstfall: Ärzte, Rettungskräfte, Piloten und viele andere Berufszweige könnten sicher davon profitieren. Klingt erst einmal super. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Schulungsprogramme eben nicht von einem durchgeknallten Wissenschaftler mit Serienkiller-Daten gefüttert werden. Und wenn doch, dann verzichtet doch bitte auf den sogenannten „Sensitivitätsregler”, der den realen Tod erst möglich macht. Danke!

5.

Johnny Mnemonic – Vernetzt (1995)

Die Stellenausschreibung: Bock auf virtuelle Realität? Was wir suchen: Mnemonischer Kurier. Was wir brauchen: Einen Teil Deines Gehirns, um geheime Informationen zu speichern. Was wir bieten: Teillöschung Deiner Erinnerung. Was du bekommst: Schwere Flashbacks, Kopfgeldjäger, Todesfolge. Danke für das lukrative Angebot, aber da fehlt uns leider die richtige Work-Life-Balance.




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