Zurich, Amag, Swisscom

Drei Grosse bauen mit dem Start-Up AutoSense ein offenes Serviceportal für Autofahrer

AutoSense besteht im Wesentlichen aus einem Adapter, der sich in jedem Auto installieren lässt, einer App und einem Service-Portal.
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AutoSense besteht im Wesentlichen aus einem Adapter, der sich in jedem Auto installieren lässt, einer App und einem Service-Portal.
Die Versicherung Zurich, Swisscom und Amag beteiligen sich mit je 33,3 Prozent am Schweizer Jungunternehmen AutoSense. Das Service-Portal AutoSense liefert Echtzeit-Informationen und Services rund ums Autofahren. Konzipiert als "offenes Ökosystem" ist AutoSense offen für weitere Partner – auch aus dem Medienbereich.
Jederzeit über alle Informationen über das eigene Auto und den eigenen Fahrstil verfügen. Dies ermöglicht "das digitale Ökosystem" AutoSense. So steht es in einer Mitteilung. Fakt ist: AutoSense besteht aus einer App sowie einem handlichen kleinen Adapter, der sich leicht in neuen und älteren Autos installieren lässt. Der Adapter liefert Daten über das Fahrzeug, seine Standorte, die zurückgelegten Wege etc. Und die App vernetzt die Fahrzeuge über eine digitale Service-Plattform mit einer stets steigenden Anzahl von Anbietern von wichtigen Dienstleistungen rund um die Mobilität. Erhältlich sind so beispielsweise Informationen über notwendige Autoservices, die Standorte von Garagen oder Tankstellen, den eigenen Fahrstil oder die Optimierung der Sicherheit.

Der Helfer für unterwegs lässt sich auch ausschalten

Benötigt ein Auto einen Service, kann der Halter mit wenigen Klicks einen Termin mit der nächstgelegenen Garage vereinbaren. An der Tankstelle können Autofahrer mit dem Mobiltelefon direkt im Auto bezahlen ohne zur Kasse gehen oder ein Zahlungsterminal nutzen zu müssen. Die Nutzer wählen individuell aus, mit welchen Services und Anbieter sie vernetzt sein möchten. Sie können autoSense oder gewisse Services jederzeit deaktivieren und behalten so die Kontrolle über die Weitergabe von Daten an Partnerfirmen.

Diese Services bringt die Zurich bei AutoSense ein

Die 
Zurich ihrerseits will die digitale Plattform ab dem vierten Quartal 2019 mit diversen Dienstleistungen bereichern. AutoSense werde den Kunden beispielsweise im Schadenfall automatisch anzeigen, wo sich der nächste Zurich Help Point befindet. An den schweizweit 27 Help Points erhalten Kunden einen schnellen und entspannten Reparaturservice mit lebenslanger Garantie. Wenn nötig, erhalten sie zudem sofort einen Ersatzwagen. Kunden werden via AutoSense direkt mit einem Rechtsexperten in Kontakt treten können, wenn sie eine Auskunft in Fragen des Verkehrsrechtsschutzes benötigen. Als Experten werden Mitarbeiter der Rechtsschutzversicherung und Zurich-Tochtergesellschaft Orion zur Verfügung stehen.


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Wir sind überzeugt, dass sich in der Schweiz digitale Ökosysteme durchsetzen werden, welche die Nutzung der Mobilität für die Kunden vereinfachen und bequemer machen", sagt Juan Beer, CEO von Zurich Schweiz. "Mit AutoSense haben wir den besten Anbieter gefunden und zusammen mit unseren starken Partnern Swisscom und Amag werden wir das offene Schweizer Ökosystem rund um das Fahrzeug erfolgreich aufbauen." Swisscom, Amag und die Zurich ergänzten sich als Eigner des Schweizer Jungunternehmens "ideal", ist in der Mitteilung weiter zu lesen.

Eine Chance auch für Medienhäuser

Die Nutzung und der Einsatz von AutoSense steht jedoch weiteren Firmen offen, explizit auch anderen Versicherungen. Und Medienhäusern? Auch für diese könnte das Serviceportal eine Chance sein. Etwa dann, wenn sie Fachartikel oder TV-Berichte zu Automarken produzieren. Denn der einzelne Autofahrer könnte an Informationen zu seiner Auto-Marke (oder zu einer bestimmten anderen) interessiert sein. Würde also ein Medienhaus, das solche redaktionellen Beiträge regelmässig verfasst, mit Autosense kooperieren, könnte die App um diesen Service erweitert werden. Dasselbe gilt natürlich auch für Reiseberichte etc., die sich beispielsweise anhand der Standortdaten der Fahrzeuge im richtigen Moment ausspielen lassen.
Inhalt und Form hat Anfang Jahr schon einmal für den Fahrzeugassistenten AutoSense geworben - mit Erfolg: Zurich, Swisscom und Amag haben angebissen.
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Inhalt und Form hat Anfang Jahr schon einmal für den Fahrzeugassistenten AutoSense geworben - mit Erfolg: Zurich, Swisscom und Amag haben angebissen.
"Eine 
spannende Idee", sagt dazu Jaap Vossen, CEO von AutoSense, auf eine Anfrage von HORIZONT Swiss hin. "Grundsätzlich ist AutoSense ein komplett offenes Ökosystem und schliessen wir kein Partnerservice aus." Da AutoSense über den Adapter Zugang zu Fahrzeugdaten erhalte, habe man aber fürs Erste auf Partnerservices fokussiert, die diese Fahrzeugdaten in irgendeine Art oder Weise verwerten. "Eine Medienpartnerschaft schliessen wir jedoch sicherlich nicht aus", hält er fest. pd/knö
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