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Fußball: Ein Drittel mehr Streamer in der zweiten Halbzeit

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Im Schnitt haben gegen Ende eines Spiels 48 Prozent mehr Zuschauer gestreamt als in der ersten Halbzeit
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Im Schnitt haben gegen Ende eines Spiels 48 Prozent mehr Zuschauer gestreamt als in der ersten Halbzeit
Der TV-Streaming-Anbieter Zattoo hat das Verhalten seiner Schweizer Nutzer während der Weltmeisterschaft analysiert. Im Schnitt lockten die zweiten 45 Minuten 33 Prozent mehr Zuschauer vor den Bildschirm.

Das Muster lässt sich Zattoo zufolge bei allen Spielen erkennen. In der ersten Halbzeit waren im Schnitt 67 Prozent der Schweizer Zattoo-Nutzer dabei, die sich für das Spiel interessiert haben. Die Nutzerzahl stieg in der zweiten Halbzeit um ein Drittel. Und ab dem Achtelfinale nahm die Zahl der Anwender noch einmal deutlich zu, wenn Spiele in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen gingen. Dann schalteten noch einmal 15 Prozent mehr zu als zu Beginn der zweiten Halbzeit.



Die These, Fussballfans schauten Spiele stets von Anfang an, trifft offenbar immer seltener zu. "Wahrscheinlich sehen wir auch hier den Einfluss von Social Media und Multi Device-Nutzung auf den Medienkonsum", vermutet Jörg Meyer, Chief Officer Content & Consumer bei Zattoo. "Wer über Facebook, Twitter oder Push-Nachrichten von Sportportalen mitbekommt, dass es zur Verlängerung oder zum Elfmeterschiessen kommt, der schaltet gezielt ein, statt den gesamten Spielverlauf von Anfang an zu sehen."

Die Fussball-WM hat bei Zattoo mit Hauptsitz in Zürich für eine deutlich höhere Nutzerzahl gesorgt. Im Juni lag die Zahl der Unique Clients, also die Anzahl der Geräte, mit denen auf Zattoo zugegriffen wird, bei mehr als 1,6 Millionen. Damit sind die Unique Clients im Vergleich zu Juni 2017 um 60 Prozent gestiegen. (Quelle: Net-Metrix). Zugenommen hat auch die Nutzungsdauer. Gegenüber der EM 2016 stieg sie bei der WM 2018 um 53 Prozent - von rund 20,1 Millionen auf rund 30,7 Millionen Stunden (bezogen auf Schweizer und deutsche Nutzer). Der grösste Anteil entfällt dabei mittlerweile auf die Nutzung auf dem grossen Fernseher: Smart TVs haben 44 Prozent Anteil an der Sehdauer, 27 Prozent entfällt auf die Mobile- und 29 Prozent auf die Web-Nutzung.

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