YouGov-Umfrage

Schweizer enttäuschen Absagen von Sportevents am stärksten

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Leere Plätze - das Markenzeichen für viele abgesagte Spotrveranstaltungen in diesem Sommer
© Pixabay / Larry White
Leere Plätze - das Markenzeichen für viele abgesagte Spotrveranstaltungen in diesem Sommer
Die Liste der abgesagten Sportevents wegen Corona ist mittlerweile lang: die Olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft der UEFA, die Finalrennen im Ski-Weltcup, um mal ein paar Beispiele zu nennen. Vor allem die Schweizer haben die vielen Absagen gefrustet. Das zeigt eine Umfrage der internationalen Data & Analytics Group Yougov in zehn verschiedenen Ländern.
Unter befragten Europäern aus zehn verschiedenen Ländern gibt ein Viertel (27 Prozent) an, enttäuscht über die Verschiebung oder die Absagen großer Sportereignisse zu sein. 53 Prozent sind nicht enttäuscht. 17 Prozent fühlen sich nicht betroffen, da sie sich nicht für Sport interessieren. 3 Prozent machen keine Angaben.
Die Zahlen im schnellen Überblick
© Yougov
Die Zahlen im schnellen Überblick
Bricht man die Ergebnisse der Yougov-Untersuchung auf die Länder herunter zeigt sich, dass mit 40 Prozent besonders die Schweizerinnen und Schweizer frustriert sind von dem Aus oder der Verschiebung der Events. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Österreicher mit 36 Prozent, gefolgt von den Finnen mit 34 Prozent. Umgekehrt geben knapp sieben von zehn der spanischen Befragten (69 Prozent) an, nicht enttäuscht zu sein. Unter den Norwegern erklären dies 58 Prozent, unter deutschen Befragten gibt mehr als die Hälfte (55 Prozent) diese Antwort.


Die Studie zeigt auch auf, wie die Befragten ihre Zeit alternativ verbringen. Vor allem die Familien profitieren davon. Ein Drittel investiert hier mehr Zeit. Und auch hier liegen die Schweizer mit 49 Prozent an der Spitze, gefolgt von Österreichern (48 Prozent) und den Spaniern (46 Prozent). Knapp drei von zehn (29 Prozent) der Gesamtbefragten verbringen häufiger aktive Zeit im Freien. Auch dies sagen die Schweizer am häufigsten (41 Prozent).
Diese Aktivitäten stehen als Alternative zu Sportereignissen ganz oben
© Yougov
Diese Aktivitäten stehen als Alternative zu Sportereignissen ganz oben
Jeweils knapp ein Viertel aller Europäer (24 Prozent) schaut Filme oder Serien, für die sich vorher keine Zeit fand oder verwendet mehr Zeit auf die eigenen Hobbies. Die beiden letztgenannten Alternativaktivitäten betreiben die Spanier im europäischen Vergleich jeweils am häufigsten (36 Prozent Film- und Serienkonsum und 39 Prozent Hobbybeschäftigung).
Die Studie
Für die Studie hat Yougov 2.031 Deutsche, 1.043 Dänen, 1.010 Finnen, 1.002 Franzosen, 1.028 Italiener, 1.004 Norweger, 1.032 Spanier, 1.012 Schweden, 701 Österreicher sowie 700 Schweizer zwischen dem 23. Juni und 12. Juli 2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die jeweiligen Bevölkerungen ab 18 Jahren.
Auch spannend: Knapp drei von zehn der Gesamtbefragten in Europa (28 Prozent) geben an, ohnehin nicht vorgehabt zu haben, Sportevents zu verfolgen. Die Schweden sagen dies am häufigsten (37 Prozent), gefolgt von den Norwegern (36 Prozent), den Dänen (34 Prozent) und den Finnen (33 Prozent). Mit jeweils 19 Prozent machen die Bewohner der beiden Sportnationen Italien und Spanien aber auch die Österreicher am seltensten diese Aussagen. mir
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