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Schweizer boykottieren Skandalmarken

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Yougov hat untersucht, wie Schweizer Marken boykottieren
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Yougov hat untersucht, wie Schweizer Marken boykottieren
Marken, die in einen Skandal geraten, müssen in der Schweiz damit rechnen, von den Konsumenten boykottiert zu werden. Nach einer Untersuchung von Yougov haben das genau schon 41 Prozent der Schweizerinnen und Schweizern getan. Besonders Lebensmittelmarken sind davon betroffen. Hier liegt der Anteil sogar bei 53 Prozent. Andere Branchen kommen etwas besser weg.
Im Ranking der Branchen, die von Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten aufgrund eines Skandals boykottiert werden, steht die Lebensmittelindustrie ganz oben. Hier sagten 53 Prozent der Befragten, dass ihr Nein beim Einkauf Lebensmitteln und Getränken galt. 36 Prozent der Befragten haben eine Hautpflege und Kosmetik-Marke teilweise oder dauerhaft abgestraft, 31 Prozent Vertreter aus dem Mode-Einzelhandel. Jeweils mit 27 Prozent sind die Banken- und Versicherungsbranche sowie Autozubehör- und -hersteller betroffen.
Wie viele Marken haben Sie als direkte Folge eines Skandals aufgehört zu kaufen ? Die Mehrheit der Befragten boykottiert zwei bis drei Marken (Angaben in Prozent)
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Wie viele Marken haben Sie als direkte Folge eines Skandals aufgehört zu kaufen ? Die Mehrheit der Befragten boykottiert zwei bis drei Marken (Angaben in Prozent)
Die Gründe, warum Konsumentinnen und Konsumenten Produkte boykottieren sind ebenso vielfältig. An der Spitze stehen in der Schweiz mit 49 Prozent Umweltvergehen, gefolgt von Misshandlungen von Tieren (46 Prozent). Ebenso sind negative Auswirkungen auf die Gesundheit ein Grund, Marken vom Einkaufszettel zu nehmen - und zwar für 40 Prozent der Befragten.


Und auch das ist eine klare Botschaft an die Unternehmen. Manche kommen nicht wieder zurück. 57 Prozent der Schweizer Marken-Boykottierer sagen, dass sie eine Marke seitdem nicht wieder verwendet haben.

Aber es gibt Hoffnung mit Blick auf die Schweizer Ergebnisse. Ändern die Marken ihr Verhalten oder die Praktiken, die zum Boykott geführt hatten, sind 36 Prozent der Nein-Sager bereit, ihre Entscheidung zu revidieren. mir
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