XING Corona-Barometer-Studie

Schweizer Berufstätige empfanden das Arbeitsjahr 2020 anstrengend aber zufriedenstellend

   Artikel anhören
Robert Bertschinger, Geschäftsführer von XING Schweiz
© Xing
Robert Bertschinger, Geschäftsführer von XING Schweiz
XING hat unter Schweizer Berufstätigen eine Umfrage durchgeführt. Das erstaunliche Fazit: Zwar empfanden 75 Prozent das Arbeitsjahr 2020 als anstrengender und herausfordernder als die Jahre zuvor. Und dennoch zieht die Mehrheit eine insgesamt positive Bilanz: 63 Prozent geben an, dass das Arbeitsjahr 2020 trotz Corona-Krise für sie persönlich zufriedenstellend war.

Mehrarbeit im Homeoffice wird vor allem bei sich selbst gesehen

Über die Hälfte (58 Prozent) der Befragten gibt an, im Homeoffice mehr zu arbeiten als im Büro. Nur gerade 8 Prozent sagen, dass sie zu Hause weniger arbeiten. Etwas anders sieht es bei der Fremdwahrnehmung aus. So glauben nur 34 Prozent, dass ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice mehr arbeiten als im Büro.


Dazu XING Schweiz Geschäftsführer Robert Bertschinger: "Sich nicht persönlich sehen zu können und nur über elektronische Kanäle wie Videotelefonie oder Chat zu kommunizieren, verzerrt oft die Wahrnehmung. Gerade im Homeoffice sind Führungskräfte deshalb gefordert, eine starke und vertrauensbasierte Unternehmenskultur zu fördern, zwischenmenschlichen Themen genügend Aufmerksamkeit zu schenken und so möglichen Spannungen vorzubeugen."
Über das Corona-Barometer
1.308 aktive XING Mitglieder, davon 350 aus der Schweiz, 629 aus Deutschland und 329 aus Österreich, nahmen im November 2020 an der Umfrage teil. Die Mehrheit der XING Mitglieder sind sogenannte „White Collar Worker“. Dieser Begriff umfasst Berufsgruppen mit kaufmännischen, beratenden, administrativen und ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkten, Berufe mit künstlerischen oder kreativ-schöpferischen Tätigkeiten sowie Heilberufe, heilpädagogische Berufe und Sozialberufe. Die Befragung zum Corona Barometer findet in regelmässigen Abständen statt.

Arbeit zu Hause fördert Konzentration, Produktivität und gesunde Ernährung

Die Arbeit im Homeoffice scheint zahlreiche positive Effekte auf die Befragten zu haben. So geben 66 Prozent an, dass sie sich im Homeoffice besser konzentrieren können. Bei nur gerade 9 Prozent klappt es im Büro besser mit der Konzentration. Zudem sagen 59 Prozent, dass sie bei der Arbeit zuhause produktiver sind. 46 Prozent können im Homeoffice besser eigene Ideen entwickeln und kreativ sein. Nur 16 Prozent sagen, dass bei ihnen die Kreativität im Büro höher ist. Auch die Ernährung profitiert von der Arbeit in den eigenen vier Wänden: Gesundes Mittagessen ist für 43 Prozent im Homeoffice besser möglich als im Büro.
Über XING
XING ist das führende berufliche Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Es unterstützt seine 18.5 Millionen Mitglieder dabei, so arbeiten zu können, wie es zu ihren Lebensentwürfen und ihren individuellen Wünschen passt. Auf XING vernetzen sich Berufstätige aller Branchen, suchen und finden Jobs und Inspirationen zu aktuellen Themen der Arbeitswelt. Mit den vielfältigen News-Angeboten bleiben die Mitglieder auf dem Laufenden, können sich informieren und mitdiskutieren. www.xing.com

Abstimmung, Kommunikation und gemeinsame Ideenfindung leiden zu Hause

Deutlich schlechter als im Büro funktionieren im Homeoffice vor allem die interne Kommunikation, die Abstimmung mit Vorgesetzten, das gemeinsame Finden von Ideen sowie der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. So ist es denn auch der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, der 79 Prozent der Befragten bei der Arbeit im Homeoffice fehlt. 43 Prozent vermissen zudem die räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit, respektive Wohnen.

Allgemeine Lage beschäftigt Berufstätige stärker als die persönliche Situation

Gegen Ende des Corona-Jahres gibt die Hälfte der Befragten (50 Prozent) an, dass sie die gesamtwirtschaftliche Situation eher oder sehr stark beschäftigt. Etwas weniger von ihnen, 36 Prozent, beschäftigt die Unsicherheit in Bezug auf die eigene berufliche Situation. Auch soziale Isolation und Einsamkeit sowie der Bedarf nach zuverlässigen Informationen zur aktuellen Lage erreichen mit jeweils 36 Prozent und 35 Prozent ähnlich hohe Werte. Finanzielle Einbussen beschäftigen dagegen nur 29 Prozent eher oder sehr stark.

Xing TalentService
© Standsome Worklifestyle auf Unsplash
Mehr zum Thema
E-Recruitment

Einführung von XING TalentService im Schweizer Markt

Im HR-Bereich sind digitalisierte Prozesse wichtig, um beispielsweise die Time-to-Hire zu verkürzen und im Wettbewerb um die besten Kandidatinnen und Kandidaten mithalten zu können. Mit der neuen Dienstleistung XING TalentService automatisiert XING E-Recruiting ab Oktober 2020 einen Teil der aktiven Kandidatenansprache für Unternehmen und gestaltet das Active Recruiting datengetrieben, transparent und schnell.

Robert Bertschinger, Xing Schweiz
© Xing
Mehr zum Thema
NEW WORK SE / Xing Schweiz

Im ersten Halbjahr trotz Corona stabil bei Umsatz und Ergebnis

Die NEW WORK SE legte gestern (6.8.2020) die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2020 vor. Der Umsatz steig um 6 und das Konzernergebnis um 8 Prozent. Die Anzahl der Mitglieder stieg seit Dezember 2019 um rund 900.000 auf heute 18,1 Millionen. Kununu, europaweit eine der größten Arbeitgeber-Bewertungsplattformen, verzeichnete einen Anstieg der Workplace Insights auf 4,1 Millionen.




 

Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats