Wortspiel

5 Erkenntnisse zum 5-jährigen Jubiläum

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Stefan Vetter, 2015
© Foto: Boris Baldinger
Stefan Vetter, 2015
Die Zürcher Agentur Wortspiel feiert ihr fünfjähriges Jubiläum. Im Januar 2015 von Stefan Vetter gegründet, hat sich Wortspiel zu einer der führenden Digital-Marketing-Agenturen der Schweiz entwickelt. 11 Mitarbeitende unterstützen Kundinnen wie Migros, Swisscom und Wordpress darin, ihr Marketing zu verbessern. Statt einer lauten Jubiläums-Feier ist Stefan Vetter in die Stille gegangen und hat seine 5 wichtigsten Erkenntnisse aus diesen 5 Jahren zusammengefasst.
Wir haben die fünf Jahres-Erkenntnisse des Gründers, den wir kürzlich interviewt hatten, aus einem  Blogbeitrag zusammengefasst.

Jahr 1 - Verhalte Dich, als wärest Du schon da

"Für mich stand lange vor der Gründung von Wortspiel fest, dass ich gerne Unternehmer bzw. Geschäftsführer werden möchte. Menschen in dieser Position scheinen recht zufrieden zu sein – ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. 

Jahr 2 - Arbeite mit Menschen, die besser sind als Du

"(...) Die Herausforderung bestand also darin, «am offenen Herzen» zu operieren. Wir mussten das (Google) Konto so umstrukturieren und vereinfachen, dass ein Mensch den Überblick behalten kann. Und dass, ohne dass die Leistung sich verschlechtert, was bei jedem «Relaunch», ob Werbekonto oder Website, eine grosse Gefahr ist. Das beste, was ich in der Situation tun konnte: ich suchte Unterstützung bei jemandem, der besser war als ich. Für einen Vortrag hatte ich bereits mit Aurel Gergey gearbeitet. Seine Erfahrung mit Google Ads reicht zurück bis 2004: neun Jahre mehr als ich.
Aruel und Stefan bei "Wortspiel bei Google", 2019
© Worspiel
Aruel und Stefan bei "Wortspiel bei Google", 2019

Jahr 3 - Culture Fit over Skill Fit

"Eines meiner grössten Vorbilder für den Aufbau von Wortspiel war und ist Buffer. Von ihnen lernte ich das Konzept des «Culture Fit over Skill Fit». Eine andere Formulierung dafür ist «Hire for Culture, Train for Skills». Dieses Konzept geht von zwei Voraussetzungen aus. Die eine ist, dass es nicht möglich ist, Menschen zu ändern (das können sie nur selbst). Die andere ist, dass bestimmte Einstellungen und Werte der Mitarbeitenden (die «Kultur») einen Vorteil im Wettbewerb und im Recruiting darstellen.

Jahr 4 - Verkaufe Leistung, nicht Zeit

"Es gibt verschiedene Abrechnungsmodelle für Agenturleistungen und Beratung. Die meisten haben deutliche Nachteile. Das einzige mir bekannte Modell, das die Ziele von Agenturen und Auftraggeberinnen in Übereinstimmung bringt, ist die leistungsbasierte Abrechnung. Ich lernte es von meinem Kollegen Aurel Gergey kennen."

Jahr 5 - Diversifiziere

"Einer unserer drei Firmenwerte ist «Fokus». Die ersten drei Jahren haben wir uns daher auf eine einzige Dienstleistung spezialisiert: Google Ads. Das war damals sinnvoll, weil wir als kleines Team (bzw. anfangs ich alleine) höchste Qualität bieten wollten. Das wäre mit einem breiteren Angebot nicht möglich gewesen. (...) Durch die Automatisierung wird unser bisheriges Hauptgeschäft disruptiert. Das «Handwerk» der laufenden Kampagnen-Optimierung erledigen Algorithmen bereits besser als der Mensch. Allerdings ist jeder Algorithmus nur so gut, wie die Daten, die ihm zugrundeliegen. Und ein Algorithmus optimiert nur, er ist längst noch nicht soweit, kreative und strategische Ideen zu hervorzubringen. Für uns bedeutet das konkret, dass wir künftig verstärkt strategische Marketing-Beratung und Dienstleistungen rund um die Themen Daten, Tracking und Attribution anbieten werden."

Fazit

Suche Menschen, die einen Schritt weiter sind als Du, und lerne von ihnen.
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