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"Wir sind die Master, AI ist der Servant"

Michael Chui, Partner McKinsey Global Institute
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Michael Chui, Partner McKinsey Global Institute
Welche Wirkung und Auswirkung hat Artificial Intelligence auf die Gesellschaft und die Wirtschaft? Das ist nicht nur Arbeitsgebiet von Michael Chui, Partner McKinsey Global Institute, sondern auch die Frage, die er bei seinem Vortrag am Worldwebforum zu beantworten versucht.
Täglich widmet sich das Institut, das Chui leitet, der Frage, wie sich unsere Welt mit der Digitalisierung und all ihren Einzelaspekten verändert. Seine Antwort zum Thema Künstliche Intelligenz ist klar: "Wir sind die Master, AI ist der Servant". Also doch keine Appkalypse am Arbeitsmarkt in Sicht weil unzählige Jobs durch Automatisierung wegfallen? "Nein", sagt Chui ganz klar: "Jobs gibt es ausreichend für jeden. Die Herausforderung ist nicht, neue Jobs zu schaffen, sondern die Arbeitskräfte für andere, neue Jobs zu qualifizieren". Würde dies nicht gelingen, sei es nicht möglich, wirtschaftliches Wachstum in ähnlichem Masse wie in der Vergangenenheit zu generieren.


„"Die AI lernt nicht von sich aus, wir dressieren sie"“
Michael Chui
Wer über das Thema Künstliche Intelligenz spricht, sollte auf seine Sprache achten. Begriffe wie Machine Learning würden etwas anderes ausdrücken, als die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und ihren wendungen tatsächlich mit sich bringt. "Die AI lernt nicht von sich aus, wir dressieren sie", sagt Chui: "Wir füttern sie mit Unmengen daten, damit sie etwas erlernt, was wir ihr vorgeben".  Deshalb ist für den McKinsey-Mann ganz klar: "Wir sind die Herren dieser Systeme, sie sind unsere Diener". Damit beantwortet er zugleich auch die im Motto des diesjährigen Worldwebforums  "Master and Servants" formulierte Frage nach den Machtverhältnissen der Zukunft. ems

Die Vorträge des Worldwebforums können im Livestream verfolgt werden. Das Programm gibt es hier.
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