Worldwebforum

Die Frage nach der Macht

Fabian Hediger, Worldwebforum
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Fabian Hediger, Worldwebforum
Das Worldwebforum ist eine Erfolgsgeschichte: Als die Softwarefirma Beecom, die die Konferenz auf die Beine stellt, vor mehr als zehn Jahren zum ersten Mal zu einem Event lädt, kommen wenige Nerds. Beim 6. Worldwebforum im Januar 2018 platzte das Stage 1 in Zürich Oerlikon mit 1900 Teilnehmern aus allen Nähten. Der Umsatz wuchs damit zwar um 50 Prozent und der Break-even war erreicht. Deutlich mehr Teilnehmer als zuvor waren aber gleichzeitig mit der Veranstaltung unzufrieden.

Wichtigster Kritikpunkt (neben dem Essen): die Umsetzung des diesjährigen Meta-Themas „End of Nation“. „Das Thema des letzten Worldwebforums war wohl zu provokativ und hat manche Referenten überfordert oder abgeschreckt. Einige haben sogar kurzfristig abgesagt“, sagt Fabian Hediger, CEO bei Beecom und Initiator des Worldwebforums.

Werbung für's Worldwebforum
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Damit das am 17. und 18. Januar 2019 nicht erneut passiert, hat Hediger sein Team aufgestockt, die Konzeption und Organisation auf mehr Leute verteilt und neue Partner wie McKinsey und die Financial Times an Bord geholt, die unter anderem für einzelne Sub-Themen und -Tracks mitverantwortlich sind. Ausserdem gibt es einen neuen Verwaltungsrat und es wurde ein Steering Committee mit Mitgliedern unter anderem von Insead und ETH Zürich eingesetzt. „Auch wir hatten beim Worldwebforum 2018 mit Thema und Grösse der Veranstaltung zu kämpfen“, räumt Hediger ein.

Im nächsten Jahr sollen deshalb nur 1500 Teilnehmer kommen – bei dieser Zahl soll sich die Menge der Gäste künftig einpendeln. Unter ihnen will Hediger möglichst noch mehr C-Level versammeln als die bislang (laut Veranstalter) 87 Prozent. Ein grösserer Anteil von ihnen soll zudem – wie die Referenten – aus dem Ausland kommen, wünscht sich der Veranstalter.

Auch mit diesem Sujet wird für's die Konferenz getrommelt
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Auch mit diesem Sujet wird für's die Konferenz getrommelt

Diesem hochkarätigen Publikum stellen die Veranstalter im Januar 2019 das Thema „Master and Servant“ zur Diskussion. Es „steht für die Frage, wie sich die Machtverhältnisse wirtschaftlich und politisch in unserer Welt verschieben und welche Rolle Menschen und Maschinen dabei spielen werden“, sagt Hediger. Die Vorträge unter anderem von Vertretern von Unternehmen wie Tesla, Fox, Juul sowie von Hochschulen, NGOs und aus der Politik werden sich dabei mit Workshops der Fachkonferenzen zu Themen wie „Future of Work“ und „Künstliche Intelligenz“ abwechseln. Beim Worldwebforum 2018 war beides noch getrennt an je einem Tag gebündelt.ems




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