Westschweiz

Tamedia-Redaktionen setzen ihre Streikankündigung bis zum 10. September aus

Der Konflikt um "Le Matin" ist für Tamedia noch nicht ausgestanden.
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Der Konflikt um "Le Matin" ist für Tamedia noch nicht ausgestanden.
An der gestrigen Generalversammlung haben die Mitglieder der französischsprachigen Redaktionen von Tamedia beschlossen, ihre für den 3. September 2018 geplante Streikankündigung auszusetzen. Tamedia soll damit eine "letzte Chance" zur Schlichtung erhalten, die am 5. September 2018 stattfinden soll.
Die Sitzung bei der Schlichtungsstelle des Kantons Waadt war offenabr zuvor von Tamedia angekündigt worden. Die Redaktionen beauftragten jedoch ihre Delegation, einen strafferen Zeitplan für die Verhandlungen zu verlangen. Die Verhandlungen sollen den Sozialplan für die gekündigten Mitarbeitenden der Tageszeitung "Le Matin" prioritär behandeln, um dann die Diskussionen über die zukünftige Gestaltung der Mediengruppe und ihrer Redaktion in der Romandie weiterzuführen.


Die Verfahrensregeln während des Schlichtungsverfahrens und die Bedingungen, die die Parteien in diesem Rahmen einhalten müssen, sollten "präzise und verbindlich" festgehalten werden. So müssten die Sanktionen gegen die Streikenden, insbesondere die Lohnabzüge, zurückgenommen und zusätzlich die verlängerten Kündigungsfristen aufgrund der Mediation durch den Waadtländer Staatsrat eingehalten werden.

Am 10. September findet die nächste Vollversammlung des Personals statt, die dem Verlauf des Vermittlungsverfahrens entsprechend die weiteren Massnahmen beschliessen wird. "Bis dahin bleibt der Streik ausgesetzt", teilen die Redaktionen mit.

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