Werbeflächen VBZ

"Die Möglichkeit, dass mehrere Vermarkter Lose ersteigern können, gehört zum Grundsatz der Ausschreibung."

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Martin Suter ist Leiter Haltestellen und Kommerzialisierung bei den VBZ
© Bilder: VBZ
Martin Suter ist Leiter Haltestellen und Kommerzialisierung bei den VBZ
Die Werbeflächen der VBZ sind zur Vermarktung ausgeschrieben. HORIZONT Swiss hat heute Morgen darüber berichtet und bei Martin Suter, Leiter Haltestellen und Kommerzialisierung nachgefragt. Schliesslich sind die Verkehrsbetriebe Zürich die schweizweit zweitgrösste Anbieterin von Aussenwerbung.
Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Vermarktung der Werbeflächen? Martin Suter: Wir sind ausgesprochen zufrieden mit der Entwicklung im Werbemarkt. Dass wir Werbeflächen mit sehr hohen Frequenzen an Premium-Standorten in der grössten Stadt der Schweiz bieten können, hilft selbstredend sehr.


Die 1200 Werbeflächen werden in 10 verschiedene Lose eingeteilt. Wie ernst ist es Ihnen, mit mehreren Vermarktern arbeiten zu wollen? Martin Suter: Sehr ernst. Die Möglichkeit, dass mehrere Vermarkter Lose ersteigern können, gehört zum Grundsatz der Ausschreibung. Und klar: Wir sind daran interessiert, dass ein – fairer – Wettbewerb stattfindet. Im Ausschreibungsverfahren ist sichergestellt, dass alle dieselben Chancen haben. Aber: Im Rahmen des Bietverfahrens besteht die Möglichkeit, dass ein Vermarkter das beste Angebot über alle Lose abgibt. Das können wir nicht steuern. Es wird übrigens keine Nachverhandlungen geben – die Vermarkter müssen von Beginn an «all in» gehen.

Sehen Sie darin sogar Vorteile? Martin Suter: Auf jeden Fall. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Vermarktern lässt uns wertvolle Erfahrungen sammeln und bietet uns verschiedene Vergleichsmöglichkeiten. Ausserdem entsteht damit ein Wettbewerb, der durchaus erwünscht ist.


Bilden die 257 digitalen Flächen ein einzelnes Los? Martin Suter: Nein. Sie sind in insgesamt drei gleichwertige Lose über die ganze Stadt eingeteilt. Mit gleichwertig meinen wir: Von den Kontaktmöglichkeiten, von der Abdeckung über die Stadt und der Attraktivität der Standorte her sind die drei Lose absolut vergleichbar.

Können wir davon ausgehen, dass die 257 digitalen Flächen programmatisch buchbar sein werden? Martin Suter: Die VBZ treiben die Digitalisierung auch mit dem Projekt «Smarte Haltestelle» voran. Dass wir in diesem Rahmen auch die Voraussetzungen für modernste Vermarktungsinstrumente schaffen wollen, liegt auf der Hand. Was den Werbetreibenden schliesslich angeboten wird, hängt vom jeweiligen Vermarkter ab. Wir stellen letztendlich nur den Standort zur Verfügung – Screen, Technologie und die Vermarktung ist dann Sache des jeweiligen Partners.

Wenn Sie ein wichtigstes Auswahlkriterium für Vermarktungspartner nennen müssten, welches wäre das? Martin Suter: Grundsätzlich erwarten wir, dass ein Vermarkter sein Angebot im Detail auf die spezifischen Gegebenheiten der VBZ-Werbeflächen in der Stadt Zürich massschneidert und nicht ein «Standardangebot» abgibt. Abgesehen davon sind die Zuschlagskriterien in den Ausschreibungsbedingungen klar definiert: Das finanzielle Angebot wird mit 60%, das Geschäftskonzept, bestehend aus Marketingplan, Zielsetzung des Anbieters im Sinne einer Umsatzprognose, Organisation, Prozesse, Massnahmenplan sowie der Terminplan für den Umbau mit 30 Prozent und die Referenzen mit 10 Prozent bewertet. That’s it.


 



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