"Wer liefert was"

Der Online-B2B-Marktplatz will über den DACH-Raum hinaus expandieren

Sie ersetzen per sofort "bloss" zwei Abgänge bei wlw: Der neue CFO Volker Wahl und der neue CTO Daniel Keller.
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Sie ersetzen per sofort "bloss" zwei Abgänge bei wlw: Der neue CFO Volker Wahl und der neue CTO Daniel Keller.
Der Online-B2B-Marktplatz "Wer liefert was" besetzt zum Jahreswechsel zwei Positionen des Managements neu und bekräftigt erneut die geplante Ausrichtung auf den gesamteuropäischen Markt. 2019 müssten nun eigentlich konkrete Schritte folgen.

Die aktuellen Neubesetzungen bei "Wer liefert was" (wlw) sind in erster Linie Nachfolgeregelungen. So haben Chief Technology Officer (CTO) Felix Menden und Finanzchef Florian Schnau das Unternehmen verlassen, weshalb selbstredend Neubesetzungen nötig wurden. Neuer CTO ist nun Daniel Keller, der von der Company Builder Hitfox Group zu wlw wechselt. Neuer Finanzchef ist Volker Wahl kommt von der kommt von kfzteile24 GmbH.



Dennoch bekräftigt die Firma in einer Mitteilung, das "beide Besetzungen die Ausrichtung des Unternehmens auf den gesamteuropäischen Markt unterstützen und stärken." Das heisst umgekehrt auch, dass wlw im letzten halben Jahr diesbezüglich noch nicht viel Konkretes unternommen hat. Denn aktuell bezeichnet sich wlw nach wie vor "bloss" als "führender B2B-Marktplatz in der Schweiz, Deutschland und Österreich" (siehe Kasten).
Im Sommer 2018 war das Auftreten von wlw etwas selbstbewussterr: Luv Singh und Sebastian Keller sollten das wlw-Management zwecks Expansion erweitern.
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Im Sommer 2018 war das Auftreten von wlw etwas selbstbewussterr: Luv Singh und Sebastian Keller sollten das wlw-Management zwecks Expansion erweitern.
Über "Wer liefert was"
"Wer liefert was" bezeichnet sich selbst als "der führende B2B-Marktplatz in der Schweiz, Deutschland und Österreich". Als "meistbesuchte Internetplattform für den professionellen Einkauf" bietet wlw Zugriff auf Millionen von Produkten und Dienstleistungen im B2B-Segment. Auf wlw.ch, wlw.de und wlw.at treffen monatlich 1,3 Millionen Einkäufer mit echtem Bedarf auf rund 570.000 Lieferanten, Hersteller, Händler und Dienstleister in rund 47.000 Kategorien. Die präzise und einfache Suche liefert Einkäufern jeden Monat verlässliche Informationen zu Unternehmen und ihren Produktportfolios inklusive aktueller Kontaktdaten und Preisen. Das Angebot von wlw ist für Einkäufer und als Standardprofil für Inserenten kostenfrei.

wlw hat seinen Hauptsitz in Hamburg und beschäftigt 250 Mitarbeiter. Das Unternehmen wurde 1932 gegründet und gab als erster Anbieter gedruckte Nachschlagewerke für gewerbliche Einkäufer heraus. Seit 1995 bietet wlw seine Services online an. Auf den 1.1.2017 hin expandierte das Unternehmen in die Schweiz.
Dabei war schon anfangs August 2018 erstmals in einem Communiqué von einer "nächsten Wachstumsphase der Internet-Company" die Rede. "Ziel ist die Weiterentwicklung hin zum führenden europäischen B2B-Marktplatz und zum Marktführer für die digitalen Sales- und Marketing-Aktivitäten von industriellen KMU", hiess es. Damals hatte die Firma immerhin auf die Expansion hin sein Management um zwei Personen und Kompetenzen erweitert: Sebastian Keller wurde für das Produktmanagement von wlw und "Europages" geholt, sowie Luv Singh für die Unternehmensentwicklung.
Am 3. Januar 2019 schob wlw noch folgende Informationen nach:
Das Unternehmen verzeichnete 2018 in allen drei Staaten des DACH-Raums insgesamt 37 Millionen Suchanfragen: Zu den meistgesuchten Produkten gehörten Verpackungsmaschinen und Wohncontainer.


Das Jahr 2018 konnte mit einem profitablen Rekordumsatz von über 50 Millionen Euro und einem zweistelligen Wachstum abgeschlossen werden. 2018 sei damit das erfolgreichste Jahr in der 87-jährigen Firmengeschichte gewesen. Mit insgesamt 84 neu-eingestellten Mitarbeitenden sei die Anzahl  auf neu über 300 angestiegen.

Folgende Ziele für 2019 wurden formuliert: Die Zusammenarbeit von wlw und der Tochtergesellschaft EUROPAGES weiter stärken, Synergien besser nutzen und so die internationale Expansion des Unternehmens vorantreiben. „Wir wollen als zentraler Datenhub, der die Produkt- und Firmendaten der europäischen KMU verwaltet, der größte B2B-Marktplatz Europas mit der besten Suche im B2B werden“, wird CEO  Peter F. Schmid zitiert.

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