Weltpremiere in der TV-Forschung

Einführung von Hi-Res TV Boost Data per 1. Juli 2022 beschlossen

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Ab dem 1. Juli 2022 verfügt Mediapulse über ein Panel aus rund 20'000 realen und virtuellen Panelisten, was auch kleinste Nutzungsevents messbar macht. Dies sind die Hi-Res TV Boost Data.
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Ab dem 1. Juli 2022 verfügt Mediapulse über ein Panel aus rund 20'000 realen und virtuellen Panelisten, was auch kleinste Nutzungsevents messbar macht. Dies sind die Hi-Res TV Boost Data.
Der Verwaltungsrat der Mediapulse AG hat einstimmig beschlossen, die Hi-Res TV Boost Data per 1. Juli 2022 einzuführen. Dann wechselt die TV-Nutzungsforschung der Schweiz auf ein hybrides TV-Mess-System, bei dem die bestehende Panelforschung mit den Daten von digitalen Set-Top-Boxen angereichert wird. Ein mehrjähriges Weiterentwicklungsprojekt der TV-Forschung kommt damit auf die Schlussgerade und schreibt Forschungsgeschichte: das gab es noch nie.

Dem Verwaltungsratsentscheid ging eine Daten-Evaluationsphase voraus, in der Mediapulse, die Sender und Vermarkter der Schweiz die neuen Daten intensiv geprüft haben. Diese Evaluation hat gezeigt, dass das Produkt marktreif ist, die Produktion läuft und die Methodik die erwarteten Effekte erzielt. Allerdings finden es sowohl Mediapulse wie auch der Markt richtig, die Belastungstests zu vertiefen, um alle Eventualitäten abgedeckt zu haben.

„Wir bedanken uns bei allen Marktpartnern, die bei den Belastungstests mitgearbeitet haben und es weiter tun. Wir sind auf diese Unterstützung angewiesen. Es gibt noch einiges zu tun. Zwar sehen wir, dass das Produkt den hohen Ansprüchen gerecht werden kann. Aber es geht schliesslich um eine Ergänzung zur TV-Währung, da sind wir zur Gründlichkeit verpflichtet.“
Mirko Marr, Head of Research Mediapulse

Schweizer Weltpremiere

In der nun kommenden Lern- und Übungsphase wird der Markt bereits mit Daten versorgt werden, damit per 1. Juli 2022 die Umstellung nahtlos stattfinden kann. Nach wie vor stehen bis dahin und auch nach der Einführung von Hi-Res TV Boost Data die Daten aus der bisherigen TV-Forschung, die Mediapulse TV-Panel Data, dem Markt zur Verfügung.
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Die Idee, mit Set-Top-Box-Daten eine TV-Forschung zu ergänzen, wird in verschiedenen Ländern verfolgt. Nun ist dieser hybride Messansatz erstmals nicht nur gelungen, sondern wird als Weltpremiere auch erstmals mit Währungsstatus eingeführt.
„Ich bin sehr stolz, dass wir nach langer, harter Arbeit jetzt Forschungsgeschichte schreiben können. “
Tanja Hackenbruch, CEO Mediapulse
Tanja Hackenbruch, CEO Mediapulse zeigt sich darüber hoch erfreut: «Ich bin sehr stolz, dass wir nach langer, harter Arbeit jetzt Forschungsgeschichte schreiben können. Dass so viele verschiedene Marktteilnehmer zusammengespannt haben, ist beispiellos. Damit haben wir als Brückenbauerin eine integrative Kraft erzeugen können und Innovation möglich gemacht. Das macht mich glücklich und ich danke allen Beteiligten herzlich.».
Simon Flatt, Leiter Medien Coop
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"Als grössten Vorteil sehen wir eine sinkende Volatilität der Kampagnenwerte und damit auch eine bessere Planbarkeit"

Der Startschuss zur neuen Schweizer TV-Währung könnte bereits im Januar ertönen. Definitiv entscheiden will man bei der Mediapulse Anfang November. Die Branche würde lieber heute als morgen mit besseren Daten planen können. Was sagen Expertinnen und Experten? HORIZONT Swiss hat bei Werbeauftraggeber Simon Flatt, Leiter Media bei Coop, nachgefragt.

Über Hi-Res TV

Das Projekt Hi-Res TV Audience Measurement hat das Ziel, die Granularität der TV-Nutzungs-Daten zu erhöhen. Das heisst, damit soll kein neues Bild gezeichnet werden, sondern die Auflösung erhöht werden. Die Vorteile sind in erster Linie zweierlei: Zum einen kann damit die Menge der sogenannten «Nuller- Blöcke» reduziert werden, also Werbeblöcke deren Nutzung so gering ist, dass sie von der bisherigen Panel-Forschung nicht abgebildet werden kann.
Hi-Res TV Boost Data: Vorteile für den Werbemarkt
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Zum anderen stehen mit den granularen Nutzungsdaten auch kleinen Sendern detaillierte Nutzungsverläufe als Analysebasis für die Programmplanung zur Verfügung. Die Basis des Projekts sind Daten aus 200'000 Set-Top-Boxen von Swisscom und UPC. Die entsprechenden Set-Top-Boxen werden als Zufalls-Stichprobe gezogen und laufend erneuert. Diese Daten bieten ein sekundengenaues Bild der Nutzung der 200'000 Haushalte, womit sich ein enormer Datenschatz auftut. Dies ist die Hi-Res TV Datenplattform.
Oliver Schmid zur bevorstehenden Lancierung von "Hi-Res TV Boost "
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"Stabilere Daten stärken das Vertrauen in das Medium auf Agentur- aber auch auf Kundenseite"

Der Startschuss zur neuen Schweizer TV-Währung könnte bereits im Januar ertönen. Definitiv entscheiden will man bei der Mediapulse Anfang November. Die Branche würde lieber heute als morgen mit besseren Daten planen können. Was sagen Expertinnen und Experten? HORIZONT Swiss hat bei Mediaexperte Olivier Schmid, COO/CEO zauberküche marketing solutions AG, nachgefragt.

Die Personen hinter der Nutzung dieser Set-Top-Box-Haushalte sind hingegen aus Datenschutzgründen nicht bekannt. Für diese Informationen kommen Angaben aus dem Mediapulse Media Panel (betrieben von Kantar) zur Anwendung. Daraus können sogenannte virtuelle Panelisten generiert werden, im Moment sind das rund 15'000. Damit verfügt Mediapulse über ein Panel aus rund 20'000 realen und virtuellen Panelisten, was auch kleinste Nutzungsevents messbar macht. Dies sind die Hi-Res TV Boost Data. 
Hi-Res TV Boost Data: Vorteile für Longtail Sender
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Die Entwicklung des Mediapulse-eigenen Modells wurde möglich durch die exzellente Zusammenarbeit mit den Datenlieferanten Swisscom und UPC, dem Datendienstleister Genistat, welcher für Modellierung und Programmierung verantwortlich zeichnet, sowie dem BAKOM, welches das Projekt unterstützt.
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