Wegen Corona

SRG muss 50 Millionen Franken sparen und baut 250 Stellen ab

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Bei der SRG fallen in den kommenen vier Jahren wegen fehlender Einnahmen rund 250 Vollzeitstellen weg
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Bei der SRG fallen in den kommenen vier Jahren wegen fehlender Einnahmen rund 250 Vollzeitstellen weg
Die SRG wird ihren Sparkurs nochmals verschärfen. In den kommenden vier Jahren muss das Medienhaus 50 Millionen Schweizer Franken einsparen. Das wird nicht ohne Stellenabbau gehen. Laut SRG werden dem Programm bis 2024 rund 250 Vollzeitarbeitsplätze zum Opfer fallen. Gleichzeitig investiert der Sender in die Transformation. Im November soll die nationale Streaming-Plattform Play Suisse starten. Das gab das Unternehmen vor wenigen Minuten bekannt.
Das nächste Medienunternehmen meldet einen verschärften Sparkurs. Die SRG will in den kommenden vier Jahren 50 Millionen Schweizer Franken einsparen. "Das wird sich auch auf die Zahl der Arbeitsplätze auswirken", teilte das Traditionshaus vor wenigen Minuten mit. Rund 250 Stellen sollen zwischen 2021 und 2024 gestrichen werden. In welchen Einheiten des Hauses die Stellen wegfallen werden, wird derzeit noch nicht kommuniziert. Nur soviel ist klar: Zwar soll der Abbau vor allem über natürliche Fluktuationen erfolgen, trotzdem seien Entlassungen nicht zu vermeiden. Die SRG steht daher nach eigenen Angaben schon mit ihrem Sozialpartner in Kontakt. Dabei geht es nicht nur um einen Sozialplan, sondern auch um Begleitmassnahmen wie Umschulungen und freiwillige Frühpensionierung.


Auslöser für das Sparprogramm ist die Corona-Pandemie. Die SRG erwartet für 2020 unter anderem durch deutlich rückläufige Werbeeinnahmen, abgesagte Sport- und Kulturveranstaltungen bei den kommerziellen Einnahmen ein Minus von 65 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr. Seit 2017 liegt der Rückgang bei fast 100 Millionen Franken. "Und die Aussichten für die nächsten Jahre bleiben herausfordernd", heisst es bei der SRG. Bereits im April hatte der Sender für einen Teil der Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragt.

Gleichzeitig investiert das Unternehmen weiter in den Transformation des Service public, die 2018 nach der No Billag-Abstimmung begonnen wurde. Damit will die SRG auf den veränderten Medienkonsum und die Bedürfnisse der Öffentlichkeit reagieren.  Konkret bedeutet das: Noch im November 2020 wird die SRG die neue nationale Streaming-Plattform Play Suisse lancieren. Das Angebot besteht aus Schweizer Filmen, Serien und Dokumentationen aus allen vier Sprachregionen. mir
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