Web-TV in der Schweiz

"20 Minuten" plant offenbar Web-TV-Kanal

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Blick in die Redaktion von 20 Minuten
© Beat Hürlimann
Blick in die Redaktion von 20 Minuten
Die Pendlerzeitung "20 Minuten" ist offenbar dabei, einen Online-TV-Sender an den Start zu bringen. Gemäss Informationen der «Schweiz am Wochenende» ist ein Team von rund einem Dutzend Journalisten im Entstehen. Tamedia reagiert damit wohl auf die bevorstehende Lancierung von "Blick TV". 16 Stunden am Tag will das Portal senden. Von CNN kauft es internationale Videos ein.

Verschärfter Kampf um Talente

Die Online-TV-Sparte ist relativ neu und die Anzahl "Talente", die das Rüstzeugs für ansprechenden Video-Journalismus für Smartphones als Hauptausgabemedium mitbringen, beschränkt. Es handelt sich um einen jungen Zweig des Newsjournalismus, der sich erst noch entwickeln muss. Es soll bereits zu Abwerbeversuche von "Blick-TV"-Journalisten durch "20 Minuten" gekommen sein, schreibt die Aargauer Zeitung, jedoch ohne Quellenangabe.

Grosse Reichweiten mit Gratisinhalten

Immer mehr Portale arrivierter Medienmarken errichten Bezahlschranken für ihre redaktionellen Inhalte. Die entgegengesetzte Strategie verfolgen die beiden Marken "20 Minuten" und "Blick". Mit der Lancierung von Online-TV-Angeboten setzen sie nun nicht nur die Anbieter von Bezahlinhalten unter Druck, sondern auch die Anbieter frei empfangbarer TV-Sender.

Vorteil Echtzeitmessbarkeit

Ein grosser Vorteil des Online-TV ist die Messbarkeit nach Methoden und mit Werten, wie sie die Mediaplaner für alle anderen Online-Medien einsetzen.


Bei «20 Minuten» will man sich vorderhand nicht zum Thema äussern. 






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