Was kommt, was bleibt?

"Wir werden dem Online-Markt Unabhängigkeit vom Third-Party-Cookie bieten können"

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Christian-Kumar Meier, Head of Marketing, Mediapulse AG für Medienforschung
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Christian-Kumar Meier, Head of Marketing, Mediapulse AG für Medienforschung
2021 ist fast schon Geschichte. 2022 wirft seine Schatten voraus. HORIZONT Swiss hat sich unter Schweizer Marketing-, Medien- und Agenturentscheider umgehört, was sie mit dem zu Ende gehenden Jahr verbinden und welche Erwartungen sie an das kommende Jahr haben. Die Antworten publiziert HORIZONT Swiss in loser Folge. Heute antwortet Christian-Kumar Meier, Head of Marketing, Mediapulse AG für Medienforschung.
Was hat Sie 2021 am meisten in der Marketing-, Medien und Agenturbranche beeindruckt?
Aus Sicht Mediapulse war beeindruckend zu sehen, wie sich der Schweizer Medienmarkt solidarisch gezeigt hat und gemeinsam zukunftsorientierte Massnahmen beschlossen und umgesetzt hat. Dazu gehören Initiativen wie OneLog, die neue Online-Forschung von Mediapulse oder Weiterentwicklungsprojekte in TV und Radio. Dabei wurde pragmatisch und zielorientiert gehandelt und gemeinsame Interessen vor Konkurrenzdenken gesetzt.

Welche Branchen-Themen werden das Jahr 2022 prägen?
Bezogen auf das Feld der Medienforschung werden uns weiterhin die Herausforderungen durch die Veränderungen in der Mediennutzung beschäftigen. Dazu gehören zum Beispiel die Fragmentierung der TV-Nutzung, die Veränderungen in der Radio-Nutzung, der Shift nach Online und dabei insbesondere das Ende des Third-Party-Cookies. Mediapulse hat hierzu Lösungen im Angebot, behält aber auch konstant den Markt im Auge, um auch künftigen Entwicklungen gerecht zu werden. Ein Beispiel ist die Einführung der Hi-Res TV Boost Data im nächsten Jahr als Antwort auf die Fragmenierung im TV. Ein anderes Beispiel ist, dass wir erstmals eine First-Party-basierte Lösung im Tagging einführen werden und damit dem Online-Markt Unabhängigkeit vom Third-Party-Cookie bieten können. Generell wird uns das Thema aber auch als Branche beschäftigen mit der Frage, wie wir den Bogen zwischen Bedürfnissen der Kommunikation und Bedürfnissen des Datenschutzes schlagen können.

Welche Kommunikationsdisziplinen werden 20222 bedeutsamer?
Wir sind der Meinung, dass Medien mit entweder grossem oder sehr spezifischem Publikum an Bedeutung gewinnen werden. Und dieses Publikum muss messbar gemacht werden um einen effektiven Kontakt mit Menschen nachweisen zu können. Die Medien, denen das glaubwürdig gelingt, werden an Bedeutung gewinnen. Und damit könnte man ein erstarken der «Upper Funnel» Kommunikationsdisziplinen prognostizieren.
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