Medienkrise

Stellenabbau bei der NZZ-Mediengruppe?

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Wie die SonntagsZeitung berichtet, soll es in der NZZ-Mediengruppe im Rahmen eines Sparprogramms zu Entlassungen kommen. Dies ginge aus einem Brief von CEO Felix Graf an die Personalkommission hervor. Horizont Swiss liegt dazu keine offizielle Mitteilung vor.
Die Situation ist paradox aber typisch für diese Zeit: Während die Journalistinnen und Journalisten im Leitmedium „NZZ“ zu Höchstform auflaufen, Qualität und Aktualität vom Feinsten liefern, mit 8,7 Millionen Benutzerinnen und Benutzer ihre Kolleginnen und Kollegen von 20min.ch und Blick.ch überflügelt haben, steht der NZZ-Mediengruppe das Wasser offenbar bis zum Hals und höher. Die NZZ verliere auch ohne Corona-Krise durch den Medienwandel netto jedes Jahr bis vier Millionen Franken, schreibt CEO Felix Graf gemäss Sonntags-Zeitung (Bericht hinter Bezahlschranke) im Brief an die Personalkommission. Weiter wird Graf mit den Worten zitiert: "Zusicherungen, wonach es im Windschatten von Corona› nicht zu Entlassungen kommen wird, sind daher nicht möglich."


Niemand konnte das Corona-Virus kommen sehen. Die Folgen der Digitalisierung hingegen schon. Nun fällt beides zusammen und das ist eine Katastrophe, aus der es ohne Geld aus der Arbeitslosenkasse, Staatshilfe und Stellenabbau kein Weg zu geben scheint. Müssen wir uns jetzt auf eine Entlassungswelle einstellen? Auch die "Weltwoche" habe nach langem Zögern Kurzarbeit beantragt, schreibt die SonntagsZeitung weiter.






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