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Print als beste Medizin gegen Coronavirus-Verunsicherung

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Für dieses Bild nimmt Geschäftsführer Schweizer Presse Andreas Häuptli kein Blatt, sondern gleich ein ganzes Heft vor den Mund. Schutz muss sein. Für die grosse Aufklärungskampagne setzt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Print. Offenbar ausnahmsweise. Print als Notnagel? Häuptli äussert sich und nimmt dabei kein Blatt und auch kein Heft vor den Mund. Im Gegenteil: Häuptli preist Print und teilt ungewohnt scharf aus.
Gerade bei Themen und in Situationen, wo möglichst rasch spezifische Informationen und die gesamte Wohnbevölkerung gebracht werden soll, ist auf Print verlass. Gemäss der WEMF MACH Basic 2019-2 nutzen 90 Prozent täglich Presseerzeugnisse.
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Facebook verbietet Anzeigen, die versprechen, das Coronavirus zu heilen. Die Durchsetzung solcher Verbote stellen Facebook vor erhebliche Probleme, wegen der hohen Anzahl Inhalte aber auch, weil, anders wie bei einem Printerzeugnis, keine Blattmacher eine Ausgabe vor Drucklegung Seite für Seite nochmals durchchecken. Deshalb geniesst Printwerbung eine (vergleichsweise) hohe Glaubwürdigkeit.
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Andreas Häuptli "nutzt" im Februar-Newsletter der Schweizer Medien die Gunst der Stunde und teilt wie folgt aus:


"Frage ich die SMD ab, erhalte ich über 11'000 Presseartikel zum Stichwort "Corona-Virus" seit Januar 2020. Diese publizistische Leistung ist für die Verwaltung kostenlos, ist aber immer schwieriger zu finanzieren. Ich habe vor einem guten Jahr auf die "Corporate Media Responsibility", im Sinne einer, der Demokratie und Gesellschaft verbundenen, staatspolitisch verantwortungsvollen Haltung appelliert. Leider ist festzustellen, dass weiter Werbegelder aus den publizistischen Medien abgezogen und in den Browser sowie auf stumme Aluwände verschoben werden. Suchmaschinen und Social-Media-Kanäle profitieren zwar massiv vom Journalismus und verdienen Milliarden, tragen aber mit der Fake-News-Seuche mehr zur Vertrauens-Erosion in den Journalismus bei, als dass sie all zu viel Gutes tun. Auch die Politik muss in der Verwaltung und bei den Staatsbetrieben genauer hinschauen. Da wäre zum Beispiel die SBB, die mit Ihrer Gewinnmaximierung die Kioskbetreiber dazu treibt, die Presseauslage zu Gunsten von Sandwiches zu marginalisieren."






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