Verband Schweizer Medien

Der grosse Einsatz des Andreas Häuptli

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Andreas Häuptli ist seit Dezember 2015 Geschäftsführer im Verband Schweizer Medien. Zwei seiner grossen Anliegen sind die Förderung der Medienvielfalt und - aktuell ganz besonders - die Sicherung des Journalismus in der Schweiz
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Andreas Häuptli ist seit Dezember 2015 Geschäftsführer im Verband Schweizer Medien. Zwei seiner grossen Anliegen sind die Förderung der Medienvielfalt und - aktuell ganz besonders - die Sicherung des Journalismus in der Schweiz
Schweizer Medien Geschäftsführer Andreas Häuptli schreibt im neusten Newsletter: "Die Zeitung ist systemrelevant - gedruckt noch mehr als digital." Dazu hat er sich eigens von der Print-Boutique im Zürcher Chreis Cheib Aussersihl ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Print Matters" fertigen lassen. Häuptli ist ein gewissenhafter Kämpfer in einer Branche mit ungewisser Zukunft.
Print verliert, Online legt zu. Nachrichtenportale, auch solche von Schweizer Medien, verzeichnen Rekordbesucherzahlen. Die Meinungen scheinen gemacht. Andreas Häuptli hält mit einem Chart dagegen, das die Entwicklung zwar bestätigt, das aber auch zeigt, das Print in absoluten Zahlen nach wie vor mehr Personen erreicht als Online. Stand 2019. Häutpli dazu: "Alles digital? Nicht doch oder besser: Noch lange nicht. Unser Vergleich zeigt, dass die gedruckten Ausgaben der Bezahlpresse noch immer mehr Leser erreichen als deren Onlineplattformen."
Berücksichtigt wurden bezahlte Tages-, regionale Wochen- und Sonntagspresse.
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Berücksichtigt wurden bezahlte Tages-, regionale Wochen- und Sonntagspresse.
Natürlich haben die Online-Plattformen beim derzeitig hohen Anspruch an eine 24h-Live-Berichterstattung zur Corona-Krise eine hohe Bedeutung, sagt Häuptli. Aber zunehmend komme jetzt die Zeit der Einordnung und der kritischen Kommentare. Und dies sei doch die Domäne von Print. Longreads auf kleinen Bildschirmen wären so eine Sache, ist Häuptli überzeugt.

Drei Aufgaben für die Medienbranche

Gemäss dem Verbandspräsidenten hat die Corona-Krise der Medienbranche drei Aufgaben auf den Weg gegeben, von deren erfolgreichen Bewältigung die Sicherung des Journalismus abhänge!


1. Vertrauen sichern: Die Bevölkerung sucht nach verlässlichen Informationen. Unsere Redaktionen sind die Gatekeeper zur Wahrheit. Die Medienmarken geniessen ein grosses Vertrauen. Die Pflege dieses Vertrauens verlangt nach einer bewussten Markenführung.

2. Aufmerksamkeit sichern: Wie auch immer das Geschäftsmodell ausgelegt ist: Die Leserin und der Leser sind am wichtigsten. Die Konkurrenz ist riesig. Unsere grösste Herausforderung ist es, wertvolle Zeit unserer Leserinnen und Leser zu sichern, auf allen relevanten Kanälen und Trägern. Das hat natürlich mit Inhalten, aber auch mit der Aufmachung, der Kanalwahl und natürlich Technologie zu tun - mit dem ganzen Savoir Faire.


3. Die Finanzierung sichern - Unbestritten erfährt die Digitalisierung gerade einen immensen Schub. Es gilt die Transformation entschieden anzugehen, aber nicht mit einer Digital-only-Zielsetzung. Es geht nicht um Träger und Kanäle. Es geht darum, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu finden. Das eilt. Die Corona-Krise hat die Entwicklung beschleunigt.

Über den VSM
Der Verband SCHWEIZER MEDIEN (VSM) ist die Branchenorganisation der privaten schweizerischen Medienunternehmen mit Schwerpunkt Print und Digital. Er vereinigt über 100 Unternehmen und branchennahe assoziierte Mitglieder, die zusammen rund 300 Zeitungen und Zeitschriften herausgeben sowie verschiedene Newsplattformen und elektronische Medien anbieten.
Schweizer Medien - Andreas Häuptli
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Print als beste Medizin gegen Coronavirus-Verunsicherung

Für dieses Bild nimmt der Geschäftsführer Verband Schweizer Presse Andreas Häuptli kein Blatt, sondern gleich ein ganzes Heft vor den Mund. Schutz muss sein. Für die grosse Aufklärungskampagne setzt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wieder einmal auf Print. Print als Notnagel? Häuptli äussert sich und nimmt dabei kein Blatt und auch kein Heft vor den Mund. Im Gegenteil: Häuptli preist Print und teil aus.






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