Verband Medien mit Zukunft

Mit neuem Vorstand gegen das Leistungsschutzrecht

Camille Roseau von der WOZ und Simon Jacoby von Tsüri.ch sind Präsidenten des Verbands Medien mit Zukunft.
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Camille Roseau von der WOZ und Simon Jacoby von Tsüri.ch sind Präsidenten des Verbands Medien mit Zukunft.
Der Verband Medien mit Zukunft hat auf seiner Generalversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Nun will er sich aktiv gegen das Leistungsschutzrecht und für einen Fonds zur Medienförderung engagieren.
Mitte 2017 hat sich der Verband Medien mit Zukunft als Zusammenschluss von journalistischen Herausgebern, Verlegern und Publizisten gegründet, weil sie sich vom Verband Schweizer Medien nicht genug vertreten gefühlt haben. Nun haben sie einen neuen  Vorstand gewählt. Als Co-Präsidentin amtet nun Camille Roseau von der Wochenzeitung WOZ neben dem bisherigen Präsidenten Simon Jacoby vom Stadtmagazin Tsüri.ch. Ergänzt wird das Gremium von den bisherigen Vorstandmitgliedern Olaf Kunz (wepublish), Hansi Voigt (Zentralplus), Patrick Vallélian (Sept). Neu im Amt sind Dennis Bühler (Republik), Min Li Marti (P.S.) und Simon Jäggi (Surprise Magazin).


Die Verlage, so das Ziel des Verbandes für 2019, wollen in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten. Sei es bei den technologischen Entwicklungen, wie der digitalen Medienplattform Wepublish, als auch bei inhaltlichen Kooperationen. In den eineinhalb Jahren seit Bestehen habe man bereits erste Akzente setzen können. Der Kleinverleger-Verband mit aktuell 19 Mitgliedern habe sich aktiv in die Medienpolitik einbringen und im Vorfeld der No-Billag-Abstimmung oder im Zuge der Vernehmlassung über das neue Mediengesetz breites Gehör gefunden. Der Verband setzt sich für einen Journalismus mit Zukunft ein, der auch im schwierigen Marktumfeld und in Zeiten der Digitalisierung seine Rolle in der Gesellschaft wahrnehmen kann.

Von der neuen Medienministerin Simonetta Sommaruga fordern die Verlage deshalb auch einen Transformationsfonds, welcher die Medienhäuser unterstützen soll. Der Fonds soll, analog zu der indirekten Presseförderung, mit rund 100 Millionen Franken gefüllt werden und soll als indirekte Medienförderung die Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle ermöglichen.


Neumitglied Andreas von Gunten, Verleger aus Kölliken, stellte an der Generalversammnlung seine inhaltliche Kritik am derzeit medienpolitisch heftig diskutierten Leistungsschutzrecht vor. Nach einer ausführlichen Diskussion beschlossen die anwesenden Mitglieder mit grosser Mehrheit, sich gegen das Leistungsschutzrecht zu engagieren und einen Beitritt zur „Allianz für ein faires Urheberrecht“.
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