VBZ-Werbeflächen

Weichen für Vermarktung werden neu gestellt

   Artikel anhören
Analoge VBZ-Werbefläche. Nach Umrüstung auf digitale Plakate dürfte der Rivella-Mann mit einem herzhaften Sprung ins kühlende Nass noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
© zvg
Analoge VBZ-Werbefläche. Nach Umrüstung auf digitale Plakate dürfte der Rivella-Mann mit einem herzhaften Sprung ins kühlende Nass noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Alle Werbeflächen der VBZ sind seit heute 15. Januar 2021 zur Vermarktung ausgeschrieben. Vertragsbeginn ist der 1. Januar 2022. Der Pachtvertrag läuft über sieben Jahre. Teil der Ausschreibung ist das Paket "Smarte Haltestellen" mit 257 analogen Werbeflächen, die durch digitale Screens ersetzt werden. Die Hintergründe zur Ausschreibung in diesem Beitrag.
Die Ausschreibung unterliegt den Richtlinien des öffentlichen Beschaffungswesens gemäss WTO. Angebote können via simap.ch (Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz) bis am 23. April 2021 eingereicht werden.

Grosse Chance für Kleine Vermarkter

Die 1200 Werbeflächen werden in 10 verschiedene Lose eingeteilt. «Damit soll ein fairer und transparenter Wettbewerb zwischen den verschiedenen Werbevermarktern sichergestellt werden», sagt Martin Suter, Leiter Haltestellen und Kommerzialisierung bei den VBZ. Ein Vermarkter kann ein Angebot für ein einzelnes Los abgeben oder auch für mehrere. Mit der Einteilung in Lose möchte die VBZ möglichst allen Vermarktern von Werbeflächen die Möglichkeit geben, ein Los zu ersteigern. Damit haben auch kleinere Vermarkter die Möglichkeit, an der Ausschreibung teilzunehmen.

Projekt "Smarte Haltestellen"

Als schweizweit zweitgrösste Anbieterin von Aussenwerbung wollen sich die VBZ auch technologisch weiterentwickeln. Mit der Digitalisierung eines Teils ihrer Werbeflächen im Rahmen des Projekts «Smarte Haltestelle» adressieren die VBZ die veränderten Anforderungen der Werbewirtschaft. Eine davon ist die, maximale Aufmerksamkeit zu erzielen. Eine andere, Inhalte flexibel ausspielen zu können. Hier sind digitale Flächen im Vorteil. Hinzu kommt der vereinfachte Unterhalt.

Keine neuen Flächen

Eingerichtet werden die digitalen Werbeflächen an Standorten, die bereits heute über bewilligte beleuchtete analoge Werbeflächen verfügen. Für jede digitale Werbefläche wird eine analoge abgebaut. Das Bewilligungsverfahren berücksichtigte sowohl ökologische, städtebauliche wie auch sicherheitstechnische Vorschriften. Es sollen grundsätzlich die energieeffizientesten Geräte eingesetzt werden. Betrieben werden die LCD-Werbescreens ausschliesslich mit Ökostrom.

Wieso nur 257 digitale Flächen?

Die Zahl von 257 ergibt sich einerseits durch die Grundvoraussetzungen, die eine Haltestelle für die Digitalisierung ihrer Werbeflächen mitbringen muss, und anderseits durch die Anzahl an digitalen Werbeflächen, die an diesen Haltestellen Sinn machen. Die Grundlage für die Auswahl basiert auf drei Kriterien: Infrage kamen nur Haltestellen mit minimal 40'000 Fahrgastfrequenzen pro Woche bzw. minimal 2 Millionen Frequenzen pro Jahr, die zusätzlich auch über hohe Fussgängerfrequenzen verfügen. Ausserdem müssen bereits analoge beleuchtete Werbeflächen installiert und bewilligt sein.

849'000 Fahrgäste pro Tag!

Eine detaillierte Analyse kam zum Schluss, dass gemäss diesen Vorgaben insgesamt 64 und damit 15 Prozent der insgesamt 436 VBZ-Haltestellen für die Installation von digitalen Werbeflächen geeignet sind. An diesen können 50 Prozent der durchschnittlichen täglichen Fahrgäste in der Stadt Zürich erreicht werden. Pro Tag sind das 849'000 Fahrgäste. 372 VBZ-Haltestellen können auch weiterhin ausschliesslich mit analogen Werbeflächen belegt werden. Bereits heute betreibt die Stadt Zürich einige digitale Werbeflächen und hat damit bislang sehr gute Erfahrungen gemacht.


Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats