UPC im 1. Semester 2019

Wachstum im Mobile-Geschäft, TV weiterhin im Minus

So entwickelten sich die UPC-Abos im 2. Quartal 2019
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So entwickelten sich die UPC-Abos im 2. Quartal 2019
UPC sieht eine Trendwende, doch eigentlich verlangsamt sich nur die Abwanderung von Abonnenten. Einzig im Mobile-Bereich hat der Kabelnetzbetreiber im 2. Quartal 2019 erneut stark zulegen können – auf neu 173.000 Abonnenten. Im Internet- und TV-Geschäft hingegen verzeichnete er weitere Verluste. Dennoch spricht UPC von einem erfolgreich umgesetzten Turnaround-Plan.
Der Umsatz von UPC nahm im 1. Halbjahr erneut ab – aufgrund des nach wie vor sehr intensiven Wettbewerbs, wie es heisst. Er liegt nun bei 315.6 Millionen Franken. Dennoch behauptet UPC: "Trendwende hält an und beschleunigt sich im 2. Quartal."


Wachstum verzeichnete UPC aber nur im Mobilgeschäft. Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Zahl der Abonnementen im 2. Quartal 2019 um +14.000 auf 173.000 Abonnementen an. Die hohe Nachfrage beweise, dass die Mobile-Abos mit unlimitiertem Surfen in der Schweiz und einzigartig attraktiven Roaming-Angeboten im EU-Raum auf grossen Zuspruch stossen, schreibt UPC in einer Mitteilung.
Trotz starkem Zuwachs bei Mobil liegt die Zahl der Abos insgesamt immer noch im Minus.
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Trotz starkem Zuwachs bei Mobil liegt die Zahl der Abos insgesamt immer noch im Minus.
Im strategisch wichtigen TV-Geschäft hingegen ist die Anzahl Abonnementen mit -19.000 im Vergleich zum Vorquartal hingegen weiterhin rückläufig, UPC sieht jedoch verglichen mit dem Rückgang von -23.000 im Q1 2019 und -32.000 im Q4 2018 "eine weitere Verbesserung", das das Unternehmen auf die Lancierung von UPC TV im Herbst 2018 zurückführt. Heute seien bereits über 200.000 UPC TV Boxen im Markt, meldet der Kabelnetzbetreiber. Zudem habe UPC als Mitproduzentin von "The Rook" erstmals eine internationale Thriller-Serie  für seine Kunden mitproduziert, und auch MySports habe mit der Dachmarke #Homemade ein Gefäss für Eigenproduktionen wie „BigShots“ lanciert.
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Wie dem auch sei: UPC ist schon mit weniger zufrieden – auch im Internet-Bereich. Dort sei mit Verlust von 9.000 Abonnementen "die beste Entwicklung seit dem 4. Quartal 2017" feststellbar, heisst es. Im Laufe des 2. Quartals erschloss UPC zudem über 3 Millionen Haushalte mit ihrem Glasfaserkabelnetz. Durch die Geschwindigkeitserhöhung im 1. Quartal 2019 können diese Haushalte mit 600 Mbit/s surfen. Die aktuelle durchschnittliche Surfgeschwindigkeit der UPC-Kunden liegt indes bei gut 250 Mbit/s. Die Höchstgeschwindigkeit soll noch in diesem Jahr flächendeckend auf 1 Gbit/s erhöht werden. Damit werde UPC "einen fundamentalen Beitrag zur Digitalisierung in der Schweiz leisten".

Der Geschäftskundenbereich von UPC wuchs im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Der Umsatz stieg im Vergleich um 2.6 Prozent an. Im Grosskundenbereich sticht der im Berichtsquartal für vorerst fünf Jahre abgeschlossene Liefer- und Servicevertrag mit dem Medienunternehmen SRG heraus. UPC stellt demnach nicht nur die Basisvernetzung der insgesamt 34 Unternehmensstandorte (Regionalstudios, Sende- und Datenzentren) sicher, sondern übernimmt auch die Neuerschliessung von schweizweit insgesamt 22 Fussball- und Hockeystadien. Parallel dazu wird das Corporate Netzwerk der SGR von Grund auf neu aufgebaut und dank Bandbreiten von mehreren hundert Gbit/s auch für zukünftige Anforderungen im Audio- und Videobereich tauglich gemacht. Auch Verträge mit Unilabs, CH Media oder der Jet Aviation AG konnten weiter ausgebaut oder neue Geschäftsbeziehungen eingegangen werden.


Severina Pascu, CEO UPC, fasst zusammen: „Ich freue mich, dass wir die Trendwende im 2. Quartal in zahlreichen Bereichen beschleunigen konnten. So wurde zum Beispiel die Rekordzunahme des 1. Quartals der Abonnementen im Mobile-Bereich im 2. Quartal übertroffen und die Entwicklung in den Bereichen TV und Internet ist so gut wie seit dem 4. Quartal 2017 nicht mehr. Unsere Strategie funktioniert und ich bin überzeugt, dass wir auch in den kommenden Quartalen gute Resultate verzeichnen werden.“ Zur geplanten Übernahme durch Sunrise, die von der Wettbewerbskommission noch vertieft geprüft wird, sagte Pascu nichts. pd/knö
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