Unis, ETH, SRG, Ringier

Initiative zur Förderung von Medieninnovationen gegründet

© SRG
Partner aus Wissenschaft und Medienpraxis haben sich zusammengeschlossen, um Innovationen in den Medien voranzutreiben. In einem jährlichen Fonds stehen derzeit 650.000 Franken zur Verfügung. Erste Forschungsprojekte werden in diesem Jahr lanciert.
Die ETH Lausanne, die SRG, Ringier und das "Triangel Azur" (ein Verbund der Universitäten Genf, Lausanne und Neuenburg) lancieren gemeinsam die "Initiative for Media Innovation" (IMI). Das Ziel der Initiative ist es, Innovationen im Bereich der Medien und Informationstechnologie zu fördern. Dies geht aus eine Mitteilung von Mitte Juli hevor. Auch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) wird im Rahmen dieser Initiative Projekte unterstützen. Die IMI steht allen privaten und öffentlichen Akteuren aus dem In- und Ausland offen, die in diesem Bereich tätig sind und sich ihr anschliessen wollen.


Die Schweiz verfüge im internationalen Vergleich über ein reiches Angebot an Print-Medien, audiovisuellen Medien und digitalen Medien sowie über exzellente Hochschulen, heisst es in der MItteilung. Die Gründungsmitglieder der IMI wollen deshalb eine Schnittstelle zwischen diesen beiden Welten schaffen, um Innovationen in den Medien zu fördern und zu entwickeln. Die beteiligten Partner haben hierfür einen Unterstützungsfonds eingerichtet, der mit jährlich 650.000 Schweizer Franken ausgestattet ist. Der Fonds ermöglicht die Finanzierung von Forschungsprojekten, die v.a. auf Grundlage der Kompetenzen der Partneruniversitäten realisiert werden sollen. Die ersten Projektausschreibungen erfolgen diesen Herbst.
Über IMI-Direktor Mounir Krichane
Mounir Krichane wurde 1979 geboren und erlangte 2005 den Master of Science an der ETH Lausanne. Anschliessend forschte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in nationalen Forschungsschwerpunkten des Schweizerischen Nationalfonds. In diesem Zusammenhang nahm er am NCCR-Programm MICS (Mobile Informations- und Kommunikationssysteme) teil, wo er 2008 Startkapital für die Entwicklung eines eigenen Start-Ups erhielt. Nach ersten unternehmerischen Erfahrungen wechselte er 2009 zu Radio Télévision Suisse (RTS). Er arbeitete sowohl an der Fusion der Internetseiten rsr.ch und tsr.ch mit, wie auch bei der Entwicklung des Community-Angebots maRTS. 2014 wurde er Projektleiter im "Digital Lab" der RTS und setzte verschiedene innovative Projekte um, welche Technik und Inhalte verbanden. Als erfahrener Projektmanager steht er in ständigem Austausch mit internen und externen Partnern, Agenturen, Start-ups und Labors.
Mit der Initiative sollen Forschungsprojekte zu Fake News, Datenjournalismus, Auffindbarkeit und Personalisierung von Inhalten, künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), virtuelle Realität, aber auch zu neuen Geschäftsmodellen und Monetarisierung oder zu kulturellen und sozialen Aspekten der Medien bearbeitet werden. Die Partner wollen damit eine Brücke zwischen Kreativität und Technologie sowie zwischen der Welt der Medienpraxis und akademischer Spitzenforschung schlagen. Dahinter steht die Überzeugung, dass Interdisziplinarität einer der Schlüssel zur Innovation ist.

Die strategische Steuerung der Projekte erfolgt in enger Abstimmung durch die beteiligten Partner. Für die operative Leitung der IMI wurde das "Media Centre" an der ETH Lausanne eingerichtet, das im ETH Innovation Park angesiedelt ist. Im März konnte Mounir Krichane als Direktor der IMI gewonnen werden.


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