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Webrepublic Zürich
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Umfrage zu Wachstum in Corona-Zeiten

"Wachstumstreiber ist der Boom im E-Commerce"

Webrepublic Zürich
Wachstum ist in Zeiten einer weltweiten Pandemie kein Selbstläufer mehr. Wir haben Schweizer Top-Entscheider gefragt, was für sie die entscheidenden Treiber und Bremser sind. Heute antwortet Tom Hanan, CEO Webrepublic, Zürich.
von Michael Reidel Mittwoch, 16. Juni 2021
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Welche drei Faktoren bremsen derzeit am stärksten das Wachstum in Ihrem Unternehmen?
Die Wachstumsbremse im gesamten Werbesektor und so auch bei Webrepublic ist die unsichere finanzielle Situation während der Pandemie. Marketingausgaben gehören oft zu den ersten Budgetposten, die angepasst werden. Wie stark Unternehmen diese anpassen, hängt damit zusammen, wie sehr die Corona-Massnahmen ihre Branche treffen: Tourismusanbieter oder Luxus-Brands mussten das Budget zum Beispiel stärker einschränken als E-Commerce-Anbieter.
Glücklicherweise zeigt der Branchenindikator 2021 vom LSA und SWA, dass wieder mehr Budget in Marketing und Kommunikation fliessen soll – insbesondere in digitale Kanäle.


Welches sind Wachstumstreiber?
Unserem Kerngeschäft, dem digitalen Marketing, spielt die von der Pandemie stark beschleunigte Digitalisierung und die dadurch veränderte Mediennutzung in die Karten. Das zeigt sich zum Beispiel in der Verschiebung von Mediabudgets in digitale Kanäle – oder in Investitionen in die technische Marketinginfrastruktur, bei denen wir Unternehmen unterstützen. Ein weiterer Wachstumstreiber ist der Boom im E-Commerce, der sich auch in steigenden Werbebudgets niederschlägt.
Ganz allgemein lässt sich sagen: Viele Stakeholder haben Interesse daran, dass die Wirtschaft wieder wächst – deswegen rechnen viele damit, dass die Konsumbereitschaft wieder stark ansteigt, was wiederum die Werbeausgaben beeinflusst.


Wie hat sich seit Ausbruch der Pandemie der Personalbestand in Ihrer Agentur entwickelt?
Der Personalbestand von Webrepublic hat sich seit dem Ausbruch der Pandemie positiv entwickelt: Am 1. März 2020 waren wir rund 180 Mitarbeitende, heute (Stand Ende April 2021) sind es etwas mehr als 200 – wir sind also rund zehn Prozent mehr Webrepublicans als noch vor dem Ausbruch der Pandemie. Dieses Wachstum hängt unter anderem mit dem Ausbau unserer Service-Portfolios (Erweiterung auf 360-Grad-Media, Ausbau UX-Team) zusammen.
Ausserdem haben wir mit der Kreativagentur Wirz seit letztem Herbst die Kollaboration BoB. Das hat zwar keinen direkten Einfluss auf unseren Personalbestand, doch gemeinsam haben wir mehr Expertise und konnten schon einige erfolgreiche Projekte gemeinsam umsetzen – wie aktuelle die Klimakampagne für den WWF.


Für welche Themen haben Sie neue Stellen geschaffen?
Ende 2020 haben wir unser bis dato rein digitales Portfolio um die 360-Grad-Mediaplanung erweitert. Dafür haben wir neue Stellen im Bereich klassische Mediaplanung (TV, Out-of-Home) geschaffen. Ausserdem haben wir vor Kurzem das bereits bestehende UX-Team erweitert und reagieren damit auf den steigenden Einfluss der User Experience auf die Google-Suchresultate. Diese Erweiterungen haben das Webrepublic-Team an verschiedenen Fronten gestärkt.


Bilden Sie 2021 und 2022 mehr oder weniger aus?
Wir bieten keine Lehrstellen im Sinne einer klassischen Berufsausbildung an. Wir bilden aber immer um die zehn Trainees aus – das werden wir beibehalten. Das sind meist Studienabgängerinnen und -abgänger, die den Einstieg ins digitale Marketing suchen. Den hands-on Umgang mit SEA, SEO, Social Media, E-Commerce und Digital Analytics lernt man am besten in einer Agentur, die tagtäglich damit beschäftigt ist.

 

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