Umfrage

Gehaltsentwicklung in der Medienbranche tritt auf der Stelle

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Einkommensverteilung der Angestellten und Freiberufler in der Medienbranche im Vergleich
© SGB/Medienumfrage 2020
Einkommensverteilung der Angestellten und Freiberufler in der Medienbranche im Vergleich
Eine repräsentative Studie des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) kommt zu dem Ergebnis, dass die Löhne der Medienschaffenden seit 14 Jahren stagnieren und damit weit hinter der allgemeinen Lohnentwicklung zurückgeblieben sind.
Zusammen mit den Mediengewerkschaften Syndicom und Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) sowie dem Fachverband der Schweizer Fachjournalisten (SFJ) hat der SGB nach 2006 erneut eine Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in der Medienbranche durchgeführt. Mehr als 1600 Medienschaffende haben sich daran beteiligt.


Die Umfrage zeigt, dass die Löhne Freischaffender sogar gesunken sind, und zwar um 1000 CHF. 60 Prozent der Freischaffenden und ein Viertel der angestellten Befragten haben Angst um ihre jetzige Auftragslage respektive um ihre Stelle. Auch Lohndiskriminierung ist demnach weiterhin Realität in der Medienbranche, insbesondere bei den bestbezahlten Posten.

Aus der Studie geht weiter hervor, dass Gesamtarbeitsverträge (GAV) das wirksamste Mittel gegen fallende Löhne und Lohndiskriminierung seien. Wer über einen GAV verfügt, hat in der Regel bessere Löhne, klarere Arbeitszeiten und erleidet weniger Lohndiskriminierung.
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