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Werbeeinbruch führt zu Verlusten

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Aufgrund des Werbeeinbruchs infolge der Corona-Krise sank der konsolidierte Betriebsertrag der TX Group im ersten Halbjahr 2020 um 92.9 Mio. CHF auf 431.2 Mio. CHF (-17.7 Prozent). 40 Mio. CHF des Umsatzrückgangs konnten mit kurzfristigen Einsparungen und dank der Kurzarbeitsentschädigung kompensiert werden. Das schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung von heute Morgen.

Betriebsertrags- und Umsatzrückgang

Der Betriebsertrag der TX Group reduzierte sich im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 92.9 Mio. CHF von 524.1 Mio. CHF auf 431.2 Mio. CHF. Der strukturell bedingte Druck auf dem Werbemarkt sowie Buchungsstornierungen infolge der Corona-Krise führten im ersten Halbjahr 2020 zu einen Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr von 17.7 Prozent sowie zusammen mit notwendig gewordenen Abschreibungen zu einem negativen Ergebnis auf Stufe EBIT.

20 Minuten, Goldbach und Tamedia besonders betroffen

Besonders betroffen sind die Unternehmen 20 Minuten, Goldbach und Tamedia. Bei TX Markets entwickelt sich das Ergebnis der digitalen Stellenplattformen aufgrund der eingetrübten Wirtschaftsentwicklung rückläufig. Der übrige Ertrag beinhaltet den Erfolg aus dem Verkauf der Aktivität Renovero in Höhe von 1.1 Mio. CHF, die im April 2020 von der Olmero AG veräussert wurde. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank um 57.4 Mio. CHF auf 34.1 Mio. CHF. Die EBITDA-Marge sank damit von 17.5 Prozent im Vorjahr auf 7.9 Prozent.

Einsparungen und Kurzarbeitsentschädigung

Mit kurzfristigen Einsparungen sowie dank der Kurzarbeitsentschädigung von insgesamt 11.5 Mio. CHF konnte der Betriebsaufwand um über 40 Mio. CHF reduziert werden. So fallen die Fremdleistungen bei Verlag und Redaktion um 12.3 Mio. CHF und der Papieraufwand um 7.3 Mio. CHF tiefer aus. Zudem konnte der übrige Betriebsaufwand um 15.4 Mio. CHF gesenkt werden. Als Betriebsergebnis (EBIT) weist die TX Group für das erste Halbjahr 2020 -107.5 Mio. CHF aus. Insbesondere die Wertminderung auf den Goodwill bei Tamedia in der Höhe von 85.0 Mio. CHF sowie weitere Abschreibungen prägen diese Entwicklung. Das Ergebnis ist in der Folge ein Verlust von -109.4 Mio. CHF.

Ricardo und Tutti als Profiteure der Krise

Wie Präsident und Verleger Pietro Supino in der Mitteilung zitiert wird, sei man gut ins Jahr 2020 gestartet, danach aber habe die Corona-Krise den Geschäftsgang ab März in besonderem Masse überschattet. Die Krise habe unmittelbar zu grossen Verlusten auf dem traditionell konjunkturabhängigen Werbemarkt geführt. Davon seien vor allem 20 Minuten, Goldbach und die Zeitungen von Tamedia betroffen. Die negativen Konjunkturaussichten würden auch die Stellenmärkte von TX Markets betreffen. Hingegen konnten die Marktplätze Ricardo und Tutti in der Krise profitieren.

"Die Krise als Chance verstehen"

Pietro Supino sagt: «Zu den Herausforderungen des Strukturwandels ist in den vergangenen Monaten die unerwartete Krisensituation hinzugekommen. Dank der hervorragenden Marktpositionen unserer Unternehmen, der Verbundeffekte und der soliden Bilanz besteht für die TX Group die Möglichkeit, von Opportunitäten zu profitieren, die Krise als Chance zu verstehen und gestärkt daraus hervorzugehen. Die Lage ist ernst, aber kein Grund, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen».


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