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Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren

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Die TX Group verliert 2020 aufgrund von Coroina an Umsatz und schreibt Verlust
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Die TX Group verliert 2020 aufgrund von Coroina an Umsatz und schreibt Verlust
Corona hinterlässt in der Bilanz der TX Group für das vergangene Jahr tiefe Spuren. Wie der Medienkonzern heute Morgen mitteilte, sank der Umsatz um 13,3 Prozent auf 935,2 Millionen Schweizer Franken. Unter dem Strich bleibt am Ende des Jahres ein Reinverlust von 94,6 Millionen Franken. 2019 hatte der Gewinn noch bei 97,8 Millionen gelegen. Immerhin: Im zweiten Semester 2020 hatten die Erlöse im Konzern wieder angezogen.

Es ist keine Überraschung. Dass die Corona-Pandemie in der Bilanz der TX Group ihre Spuren hinterlassen würde, war zu erwarten gewesen. Die Frage war nur wie tief sich der Lockdown und der Rückgang der Werbeeinnahmen in die Zahlen eingraben würden.


Seit wenigen Minuten, weiss man mehr. 2020 verliert der Medienkonzern mit 935,8 Millionen Franken beim Umsatz 13,3 Prozent 935.8 Millionen Franken. Das operative Betriebsergebnis vor Effekten aus Unternehmenszusammenschlüssen (EBIT adj.) liegt bei 83.3 Millionen (Vorjahr: 155.2 Mio. CHF). Zwar lief das zweite Semester besser als die ersten sechs Monate des vergangenen Jahres, unter dem Strich bleibt aber dennoch ein Verlust von 94.6 Millionen Franken. 2019 hatte der Konzern noch einen Gewinn von 97.8 Millionen Franken eingefahren.

"Als breit aufgestellte Mediengruppe und Betreiberin von vielbesuchten Plattformen bewegen wir uns nahe am Puls der Gesellschaft. Entsprechend hat sich das Corona-Jahr 2020 überwiegend, aber zum Glück nicht nur negativ auf unsere Geschäfte ausgewirkt", erklärt Präsident und Verleger Pietro Supino. Besonders vom Umsatzverlust betroffen sind die gedruckten Zeitungen von Tamedia und 20 Minuten. Hier steht beim Betriebsertrag jeweils ein Minus von 14,2 Prozent beziehungsweise 25,2 Prozent. Aber es gibt auch positive Signale: Beide verzeichnen steigende Nutzungszahlen. Tamedia meldet ein deutlichen Plus bei den verkauften digitalen Abonnemente auf rund 126 000 (plus 43 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode). Die gedruckten Zeitungen legten im Einzelverkauf ebenfalls profitieren. Insgesamt nahm die zahlende Leserschaft in Print und Online um rund 3 Prozent zu. 20 Minuten erzielte im vergangenen März einen historischen Höhepunkt bei den Visits (256.6 Mio.) und Unique Clients (12.4 Mio.). Im Vorjahresvergleich nahmen die Unique Clients über das Jahr gesehen um 18.2 Prozent und die Visits um 39.0 Prozent zu. Allerdings konnten im Durchschnitt knapp 20 Prozent weniger Exemplare der gedruckten Zeitung abgesetzt werden. "Tamedia und 20 Minuten haben durch verlässliche und vielfältige journalistische Leistungen überzeugt", sagt Supino. Die Mediennutzung erreichte Rekordwerte. Tamedia konnte einen deutlichen Anstieg der digitalen Abonnements verzeichnen.

Bei Goldbach sank der Ertrag im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 154 Millionen Franken. Die Werbevermarkterin hatte vor allem im zweiten Halbjahr wieder zugelegt, nach sechs Monaten war noch ein Minus von fast 22 Prozent in den Büchern gestanden. Schaut man auf die Gattungen, dann waren von der Zurückhaltung der Werbe-Auftraggeber besonders die Pendlermedien und die Aussenwerbung betroffen. TV, Radio und Bezahlmedien hätten sich, so erklärt die TX Group, besser gehalten.

Stark profitiert haben hingegen andere. "Die Marktplätze Ricardo und Tutti konnten stark wachsen", erklärt Supino. Sie gehören zur Sparte TX Markets. Doch auch hier gibt es Unterschiede. "Von den konjunkturellen Auswirkungen der Krise betroffen sind die Stellenportale Jobcloud und karriere.at in Österreich", erklärt der Verleger weiter.  Unter dem Strich kommt die Sparte auf Umsätze von 200,5 Millionen Franken. Das ist ein Rückgang gegenüber 2019 um 6,7 Prozent.

Was das alles für das laufende Jahr bedeutet ist offen. Wie üblich gibt die TX Group keinen Ausblick. mir

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