TV-Studie

Mehrheit würde werbefinanzierte Streamingmodelle nutzen

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© Foto von Glenn Carstens-Peters auf Unsplash
Hohe Preise und fehlende Verfügbarkeit schneiden viele Verbraucher von Video-Content ab. Die Mehrheit der Verbraucher ist bereit, für kostenlosen Content auch Werbung zu konsumieren. Dies ergab die aktuelle Umfrage von Rakuten Advertising, einem weltweit führenden Anbieter von Werbetechnologie und Verbraucherdaten.
Die Umfrage unter mehr als 4.700 Verbrauchern in Europa zeigt: 67 Prozent haben kein Zugang zu Inhalten , die sie gerade in der aktuellen Krise sehen möchten, vor allem Sportübertragungen und Comedyprogramme. Ein wichtiger Grund sind die Kosten.

Streaming-Kosten zu hoch

Der beliebteste Video-Content ist und bleibt in Deutschland der Sport – und mehr als jeder dritte Sportfan (36%) beklagt die hohen Kosten von Video-Anbietern, die den Zugang verhindern. Im Schnitt bezahlt jeder Deutsche 17 Euro im Monat für bis zu zwei Abos. Das betrifft vor allem die Fussballfans, schließlich bedarf es einer Vielzahl an SVOD-Anbietern um diesen Sport ganzheitlich zu verfolgen. Ein Drittel der Nutzer ist damit bereits mehr als bedient – sie würden keinen weiteren Dienst mehr buchen, lediglich vorhandene ersetzen. Im Rahmen der aktuellen Krise wächst jedoch gleichzeitig der Bedarf an Video-Content: 73 Prozent der deutschen Verbraucher konsumieren mehr als eine Stunde Video on Demand am Tag. Die Nutzung verteilt sich auf mehrere Geräte: Laptop und Desktop-PCs (25%), Smart TV (21%) und Mobilgeräte (16%).

Werbung gegen Piraterie

Einige Verbraucher nutzen neben Pay-TV und Streaming-Diensten auch illegale Angebote im Internet. Hier könnten werbefinanzierte Video-on-Demand-Dienste einen Riegel vorschieben: 39 Prozent der Befragten glauben, dass illegales Streaming mit hoher Wahrscheinlichkeit wegbrechen würde, wenn Video Inhalte besser und kostenlos verfügbar wäre. Eine Möglichkeit Inhalte für alle zugänglich zu machen sind werbefinanzierte Video-Dienste – sogenanntes Advertising-based Video on Demand, kurz AVOD. Mit AVOD können Verbraucher Videos jederzeit kostenlos streamen, im Gegenzug bekommen sie Werbung zu sehen. So wie es auch im Internet gelernt ist.

AVOD auf dem Vormarsch

Noch ist nicht allen Verbrauchern bekannt, dass sie AVOD nutzen können, doch 40 Prozent kennen bereits Dienste, die diese Form von Video on Demand anbieten. Wer es noch nicht kennt, würde es gerne ausprobieren: 62 Prozent sagten, sie würden AVOD nutzen, als sie darüber aufgeklärt wurden. Das gilt auch für die Zeit nach der Krise, denn 64 Prozent sagten, sie würden auch in Zukunft ähnlich viele AVOD-Angebote konsumieren wollen. Gregor Fellner, Business Development Director bei Rakuten Advertising, sagt dazu: „Es geht im Kern darum, unterschiedliche Modelle anzubieten, mit denen Verbraucher einen Zugang zu Video on Demand erhalten. Sie verlangen nach mehr Vielfalt und hoher Qulität– und unsere Studien zeigen, dass auch durchaus Werbung im Video Umfeld vom TV  gelernt ist.“
Umfragemethode
Rakuten Advertising hat im April 2020 eine Umfrage zum Thema AVOD unter 4.728 Erwachsenen in sechs europäischen Ländern durchgeführt: In Deutschland wurden 1.050 Erwachsene befragt, in UK 1.054, in Frankreich 1.050, in Italien 526, in Spanien und den Niederlanden jeweils 525.

Was Unternehmen beachten sollten

Mit AVOD können Unternehmen eine Zielgruppe erreichen, die ihnen bislang entgangen ist. Und diese ist durchaus affin: Die knappe Mehrheit (51%) sagte, sie würde AVOD eher nutzen, wenn die Werbung im Gegenzug „lustig und unterhaltsam“ sei. Fellner fügt hinzu: „In dieser Krisenzeit ist es essenziell für Unternehmen, weiterhin zu werben und die Verbindung zu ihren Kunden nicht zu verlieren. Laut der Studie wünschen sich 39 Prozent der Verbraucher Marken, die in diesen unsicheren Zeiten realistisch kommunizieren. Ein Drittel glaubt daran, dass Unternehmen sich nach der Krise durchsetzen, wenn sie ihre Kunden emotional verstehen. Mit AVOD können sie sich mit etwas verbinden, das Menschen Freude bringt – und sie dem Alltag für einen Moment entreißt."
„In dieser Krisenzeit ist es essenziell für Unternehmen, weiterhin zu werben und die Verbindung zu ihren Kunden nicht zu verlieren.“
Gregor Fellner, Business Development Director bei Rakuten Advertising
Zusammenfassend sagt Fellner: „Unternehmen profitieren nicht nur von Werbung auf Unterhaltungsplattformen, sie können damit auch Teil eines neuen Modells von Video on Demand werden, das auf die Wünsche der Verbraucher eingeht und Content verfügbarer macht.“


Hier ist der ganze Studienbericht downloadbar. 

Über Rakuten Advertising
Rakuten Advertising stellt den weltweit führenden Marken und Einzelhändlern Werbetechnologie und Einblicke in die Verbraucherwünsche zur Verfügung. Durch die Zusammenarbeit mit Agenturen und Marken auf der ganzen Welt vereint Rakuten Advertising Technologie, Kundenstrategie und Einblicke in die Verbraucherbedürfnisse, um Werbeerlebnisse zu schaffen, die das Markenbewusstsein und die Marketingleistung steigern. Durch den Zugang zu Rakutens globalem Kundenstamm, Medien, Content-Netzwerken und Verbraucherforschung schafft Rakuten Advertising die richtigen Voraussetzungen, um neue Kunden zu erreichen und eine langfristige Treue zu erhalten. Es ist eine Sparte von Rakuten Inc. (4755: TOKYO), einem der weltweit führenden Internet-Dienstleistungsunternehmen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in San Mateo, Kalifornien, und verfügt über Niederlassungen in Australien, Singapur, Brasilien, Frankreich, Deutschland, der Ukraine, dem Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten. Weitere Informationen finden Sie unter www.RakutenAdvertising.com.





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