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Für "Le Matin" ist definitiv Schluss

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Der Dialog über die Zukunft von "Le Matin" wurde beendet
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Der Dialog über die Zukunft von "Le Matin" wurde beendet
Die gedruckte Ausgabe der Westschweizer Tageszeitung erscheint, wie bereits Anfang Juni von Tamedia beschlossen, am 21. Juli zum letzten Mal. Der Mediationsprozess wurde beendet. Die Gewerkschaften sind empört.

Im Mediationsverfahren unter Leitung des Kantons Waadt seien "alle Parteien übereinstimmend zum Schluss gekommen, die Option der gedruckten Ausgabe von Le Matin nicht weiterzuverfolgen", schreibt das Medienunternehmen in einer Mitteilung. Statt die Mediation fortzusetzen, wolle Tamedia die Aushandlung eines Sozialplans für die von der Einstellung der gedruckten Ausgabe vorantreiben. Die von einem Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter würden unter anderem bei der Suche nach einem neuen Job unterstützt werden. Betroffen sind etwa 40 Mitarbeiter.



Der Darstellung von Tamedia, die Sozialpartner hätten in gegenseitigem Einvernehmen die Mediation verlassen und der Einstellung der gedruckten "Le Matin" zugestimmt, widersprechen allerdings die Gewerkschaften Syndicom und Impressum. Das sei eine "Verdrehung der Wahrheit". Vielmehr habe sich Tamedia einseitig und ohne Vorankündigung aus der Mediation verabschiedet. Die beteiligten Parteien seien im Gegenteil "während der Mediation übereinstimmend zum Schluss gekommen, dass die Mediation weitergeführt werde".

"Le Matin" wird es nach dem Willen von Tamedia künftig nur noch online geben. Die Redaktion soll mit dem Netzwerk von 20 minutes, Sport-Center und Newsexpress verbunden werden. Darüber hinaus gibt es laut Tamedia Überlegungen, in Zusammenarbeit mit Christian Constantin, dem Präsidenten des FC Sion, das Projekt einer gedruckten Zeitschrift unter dem Namen "Le Matin Sports" zu realisieren.


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