Tamedia

Der Streik in der Westschweiz geht weiter

Bald soll nichts mehr sein? Das wollen sich die Westschweizer Tamedia-Redaktionen nicht vorstellen.
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Bald soll nichts mehr sein? Das wollen sich die Westschweizer Tamedia-Redaktionen nicht vorstellen.
An einer Generalversammlung der Vertreterinnen und Vertreter der französischsprachigen Redaktionen von Tamedia wurde gestern Nachmittag beschlossen, den seit Dienstag andauernden Streik für "Le Matin" fortzusetzen und gleichzeitig heute mit der Geschäftsleitung weiter zu verhandeln.
Ungeachtet der Drohung von Tamedia, allenfalls den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zu kündigen, falls der Streik in den Westschweiuer Redaktionen nicht abgebrochen wird, führten die streikenden Mitarbeitenden aller Tamedia-Redaktionen ihren Streik nicht nur wie vorgesehen bis Mittwoch um Mitternacht weiter, sondern beschlossen gestern um 14 Uhr, den Ausstand auch heute fortzusetzen. Heite werde dann die Generalversammlung erneut über das weitere Vorgehen befinden.


Zusammen mit den Gewerkschaften syndicom und Impressum nahmen sie zudem den Tamedias Wunsch, die Verhandlungen vor der Schlichtungsstelle des Kantons Waadt wieder aufzunehmen, "zur Kenntnis", wie es in einer Miteilung hiess. Es wurde denn auch eine Delegation aus Mitarbeitenden und Gewerkschaften ernannt, um die Verhandlungen heute Donnerstag zu führen.

Aus Sicht der Streikenden war der Streiktag offenbar ein voller Erfolg. Am Mittag hätten mehr als 300 "Redaktionsmitarbeitende der Bezahlmedien der Suisse Romande" demonstriert und seien zur "Tour Edipresse" gezogen, wo sie "lautstark die Wut und Entschlossenheit der Tamedia-Mitarbeitenden zum Ausdruck" gebracht hätten. Zudem seien "zahlreiche Solidaritätsbekundungen aus der Politik und von weiteren Kreisen" eingegangen.

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