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Aus für "Berner Modell" im Oktober

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Die Chefs der neuen "BZ"-"Bund"-Redaktion (vorn v. l.): Patrick Feuz, Regula Fuchs, Simon Bärtschi und Wolf Röcken
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Die Chefs der neuen "BZ"-"Bund"-Redaktion (vorn v. l.): Patrick Feuz, Regula Fuchs, Simon Bärtschi und Wolf Röcken
Dass Tamedia die Redaktionen der Tageszeitungen "Berner Zeitung" und "Der Bund" zusammenlegt, war spätestens seit Herbst vergangenen Jahres bekannt. Nun hat die TX Group-Tochter Details zum neuen Konstrukt veröffentlicht.

Demnach fusioniert das Medienhaus (unter anderen "Tages-Anzeiger", "Basler Zeitung") die Redaktionen von "Berner Zeitung" und "Bund" per Oktober. Die beiden Marken bleiben erhalten, die regionale und kantonale Berichterstattung unterscheidet sich danach aber nicht mehr. Die "BZ" soll mit einer umfassenderen Regionalberichterstattung und Sport punkten, der "Bund" mit seinem Meinungs- und Debattenteil und seiner Auslands- und Kulturberichterstattung. Das "Berner Modell", wonach die beiden Medien eigenständig über Lokales, Regionales und Kultur berichten, ist dann beendet.


Die Gesamtleitung der Einheitsredaktion übernimmt einer Medienmitteilung zufolge "BZ"-Chefredaktor Simon Bärtschi. Der Chefredaktion werden ausser Bärtschi Patrick Feuz, Chefredaktor "Der Bund", Regula Fuchs (Kultur, Aus- & Weiterbildung) und Wolf Röcken (Tagesleitungen & Newsmanagement) angehören. Die Ressortleitungen sollen sich aus Redaktionsmitgliedern von "Bund" und "BZ" zusammensetzen: Chantal Desbiolles, Marcello Odermatt und Stefan Schnyder leiten das Ressort Bern, Sandra Rutschi und Stephan Künzi sind für das Ressort Region zuständig. Das Ressort Gesellschaft & Kultur ist bei Regula Fuchs angesiedelt, Florine Schönmann verantwortet das Ressort Desk/Interaktion.

Laut der TX Group wird die Fusion voraussichtlich einen Abbau von etwa 20 Vollzeitstellen nach sich ziehen. Nach Angaben der Mediengewerkschaft Syndicom wird demnach fast ein Drittel der Vollzeitmitarbeitenden den Job verlieren. Betroffen seien auch das technische Redaktionspersonal, zu dem unter anderen Fotografen, Layouter und Korrektoren gehören. Auch in der Zentralredaktion in Zürich, bei den Zürcher Regionalzeitungen und in der Westschweiz drohe ein Stellenabbau. Die Gewerkschaft fordert, deutlich weniger Posten zu streichen und für den nicht vermeidbaren Teil des Abbaus einen fairen Sozialplan auszuarbeiten.

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