Tabakwerbung

Kommunikation Schweiz kritisiert Lungenliga

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KS/CS Kommunikation Schweiz, der Spitzenverband der Werbewirtschaft, wehrt sich gegen eine seiner Meinung nach einseitigen, verkürzten und damit wenig aussagekräftigen Umfrage der Lungenliga zur Akzeptanz von Tabakwerbung. Die Auftragsstudie wolle einzig und allein die aktuelle politische Diskussion in die Richtung eines totalen Werbeverbotes für Tabakprodukte lenken. Die Studie frage nicht danach, ob Werbeverbote überhaupt die erwünschte Wirkung hätten und frage etwa nicht, ob es nicht effektivere Massnahmen gäbe, Jugendliche schädlichen Rauchen zu schützen.
Der KS/CS schiesst scharf und bezeichnet die Umfrage der Lungenliga als manipulativ. Das zeige bereits die Medienmitteilung: Sie schreibt: «Für ein allgemeines Tabakwerbeverbot sprechen sich 67% der Befragten aus. Die «Eher ja»-Stimmen liegen bei zusätzlichen 22%.»; «zusätzlich» suggeriere, dass sich total 89% für ein Werbeverbot aussprechen würden. In der Tat würden sich aber  nur 45%, also eine Minderheit, klar dafür aussprechen, während 22% eher ja sagten. Das sei nicht das einzige Beispiel, das zeige, wie wenig überzeugt offenbar die Lungenliga selbst von den Ergebnissen ist. 

 «Werbeverbote führen nicht dazu, dass weniger geraucht wird»

Der KS/CS äussert Verständnis für einen effektiven Kinder- und Jugendschutz, wehrt sich aber dagegen, dass die kommerzielle Kommunikation zum Sündenbock gemacht wird.  Erfahrungen aus anderen Ländern und Studien zeigten, dass Werbeverbote nicht dazu führten, dass weniger geraucht werde – schon gar nicht unter den Jugendlichen. Vergessen werde dabei oftmals, für der KS/CS weiter aus, dass von einem Werbeverbot nicht allein die Tabakfirmen betroffen wären, sondern auch Medienunternehmen, Veranstalter von Grossanlässen und Werbeagenturen. Branchen, die allesamt stark von den Covid-19-Folgen gebeutelt würden. Weiter weist der KS/CS darauf hin, dass die Tabakwerbung bereits heute stark eingeschränkt sei und solche, die sich an Jugendliche richte, gänzlich verboten sei. Zudem ist der Tabakkonsum in der Schweiz stark rückläufig, gemäss Sucht Schweiz, insbesondere bei Minderjährigen.
Über KS/CS Kommunikation
KS/CS Kommunikation Schweiz ist der Spitzenverband der kommerziellen Kommunikation. Er vertritt die Interessen von Werbeauftraggebern, Auftragnehmern bzw. Medienunternehmen sowie Werbe­agenturen und repräsentiert damit hierzulande einen vitalen Wirtschaftszweig mit annähernd 38 000 Vollzeitstellen. Auf politischer Ebene strebt KS/CS eine liberale Gesetzgebung an. Als Stifterin und Gründungsmitglied der unabhängigen Schweizerischen Lauterkeitskommission setzt sie sich da­für ein, dass die Werbung rechtmässig, wahrheits­gemäss und nicht diskriminierend ist. Darüber hinaus engagiert sich KS/CS für die Aus- und Weiterbildung der Branche und führt im Auf­trag des Bundes die entsprechenden eidgenössischen Berufsprüfungen durch.

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