Tabakwerbeverbot

Regierung missbilligt ein Totalverbot

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Mit diesem Keyvisual sammelte die Volksinitiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" über 100.000 Unterstützer ein
© Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung
Mit diesem Keyvisual sammelte die Volksinitiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" über 100.000 Unterstützer ein
In seiner Sitzung am heutigen Freitag hat sich der Bundesrat dafür ausgesprochen, die Volksinitiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" abzulehnen. Gegenüber einem Verbot von Tabakwerbung im Kino und auf Plakaten zeigt er sich jedoch aufgeschlossen.
Die Initiative will jegliche Tabakwerbung, die Kinder und Jugendliche erreichen kann, verbieten. Dazu gehört Werbung in Printmedien, dem Internet einschließlich der Sozialen Medien, auf Plakaten, in Kinos und Verkaufsstellen. Letztlich würde die Forderung faktisch einem vollständigen Werbeverbot gleichkommen. Dies gehe zu weit, betont der Bundesrat in einer Mitteilung.


Im Gegenzug will sich der Bundesrat für bedeutende Einschränkungen der Tabakwerbung und in der weiteren parlamentarischen Debatte für einen stärkeren Jugendschutz einsetzen. Ziel sei ein Gesetzesprojekt, das dem Anliegen der Initiative weitgehend entsprechen solle. Jetzt muss sich der Nationalrat mit der Vorlage des Tabakproduktegesetzes auseinandersetzen.
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