Syndicom

TX Group soll Notfonds bilden

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Vor der Aktionärsversammlung der Mediengruppe am morgigen Freitag (3. April) fordert die Mediengewerkschaft Syndicom die Hauptaktionäre auf, auf ihre Dividenden für 2019 zu verzichten und stattdessen mit dem Geld einen Krisenfonds zu bilden, um die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen.
Laut Syndicom geht es um insgesamt mehr als 37 Millionen CHF, die aus dem Geschäftsjahr 2019 resultieren. Diese Summe habe der Verwaltungsrat bei der Aktionärsversammlung Anfang März als Dividendenausschüttung beantragt. Die Verlegerfamilie Supino-Coninx ist durch einen Aktionärsbindungsvertrag mit 70 Prozent an der TX Group beteiligt. Für die achtköpfige Unternehmensleitung seien Vergütungen von insgesamt mehr als acht Millionen und für den Verwaltungsrat mehr als zwei Millionen CHF vorgesehen.


Statt die Dividende einzustecken, ruft die Syndicom insbesondere die Verlegerfamilie dazu auf, das Geld zu verwenden, "um die Medienvielfalt konzernintern abzusichern und um hochwertige Arbeitsplätze langfristig zu erhalten". Das Geld soll in einen Fonds fließen, der vom Verwaltungsrat und den Personalvertretungen gemeinsam verwaltet werden soll.

"Wenn auf die aktuellen Dividenden nicht verzichtet wird, kommt der Eindruck auf, der Spitze des Unternehmens sei das Füllen der eigenen Taschen wichtiger als die Rettung der Medien, der Erhalt einer Medien- und Meinungsvielfalt und das Schicksal der Angestellten", heißt es in dem Appell der Gewerkschaft.
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