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Veganer schiessen gegen Fleischwerbung

© Swissveg: Fisch vom Tisch, swissveg.ch/fische, 2019
Bei Coop macht es seit Anfang Sommer wieder Tsch-Tsch auf dem Grill, auch Migros wirbt unter dem Hashtag #Grillitarier offensiv für sein leckeres Fleischangebot zur Grillsaison. Doch Swissveg schlägt zurück. An Bahnhöfen wirbt die Schweizer Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen derzeit mit riesigen Plakaten für einen gänzlichen Verzicht auf tierische Erzeugnisse.

Im Fokus steht derzeit der Verzehr von Fisch. Die Kampagne „Fisch vom Tisch“ greift Themen wie die Überfischung, Beifang, Aquakulturen, Meeresverschmutzung durch die Fischerei auf. Mit Slogans wie „Verantwortungsvolle Eltern ernähren sich vegan“ oder „Echte Umweltschützer ernähren sich vegan“ will der Verband nicht nur „die Öffentlichkeit über diese Thematik aufzuklären, sondern auch aufzuzeigen wie der Fisch tatsächlich vom Tisch verschwindet.“

© Swissveg: Fisch vom Tisch, swissveg.ch/fische, 2019
Die Gesamtkosten der Kampagne, die auf Plaketen, Social Media, Online sowie den Monitoren von Lifesystems an Tankstellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln lief, beliefen sich auf über 100000 Franken. Swissveg trommelt aber auch massiv gegen die Fleischwerbung der Konzerne. Wie Blick heute berichtet, fordert Swissweg von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats, keine öffentlichen Gelder mehr in Fleischwerbung zu investieren. Laut Swissveg fließen pro Jahr rund sechs Millionen Franken Subventionen vom Bund an Proviande, die für Werbung zuständige Organisation der Schweizer Fleischwirtschaft. Ein Umstand, an dem sich die Interessenvertretung laut Blick massiv stößt: Wurstwaren und rotes Fleisch könnten gesundheitsgefährdend sein und gehörten deshalb nicht in die Werbung.
Die Kampagne ist nicht die erste ihrer Art. Seit 2018 bezog der Verband schon öffentlich Stellung gegen die Nutzung von Leder, den Verzehr von Hühnerfleisch und die Gefährdung des Lebensraums von Insekten.
Kampagnenverantwortliche

Koordination: Danielle Cotten; Übersetzung:Sophie Lebel, Olivia Villard und Evelyne Campana; Graphik: Julia Neukomm; Mitarbeit: Sinah Lippuner und Tomoko Latteier

 




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