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"Beem" macht Plakate und Spots interaktiv

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Mit Beem lassen sich Werbebotschaften auf Plakaten, im Kino oder im TV auch auf dem Handy platzieren. Oder mit der Beem-App auf dem Handy lässt sich auch nach allerlei Zusatzzinfos suchen.
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Mit Beem lassen sich Werbebotschaften auf Plakaten, im Kino oder im TV auch auf dem Handy platzieren. Oder mit der Beem-App auf dem Handy lässt sich auch nach allerlei Zusatzzinfos suchen.
Ab 1. Juni ist in der Schweiz die Plattform Beem der Swisscom verfügbar. Sie macht klassische Werbekampagnen interaktiv und Smartphone-fähig – dies, ohne dass eine zusätzliche App installiert oder extra eine Website aufgerufen werden muss. Eine gewisse Aufdringlichkeit gehört aber schon dazu.
Werbeauftraggeber setzen immer mehr auf interaktive und performanceorientierte Online-Formate – davon profitieren vor allem die grossen internationalen Online-Anbieter. Das soll sich nun mit Beem ein Stück weit ändern, denn Beem soll statische Kampagnen interaktiv machen. Vielleicht eine Hoffnung für Plakat, Kino und TV, teilweise auch für Onlineangebote von Zeitungen.
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Denn so funktioniert's: Beem-fähige Kino-Spots oder Plakatstellen der APG senden ein hochfrequentiges Ton-Signal ausserhalb des Hörbereichs und bei Plakatstellen zusätzlich ein Bluetooth-Signal aus. Empfangen werden diese Signale von der Beem-Plattform, die in vielen bekannten Apps integriert ist, so dass der Nutzer keine Zusatz-App herunterladen muss. Integriert ist Beem im Moment in den Apps von "20 Minuten", Watson und Bluewin. Hat ein Nutzer eine dieser Apps geöffnet, erscheint gmäss Mitteilung ein "unaufdringlicher Hinweis", sobald das Signal empfangen wird. Allerdings ist ein unverlangter Hinweis auf dem Handy an sich schon aufdringlich.


Wie dem auch sei: Wird der Hinweis angewählt, öffnet sich die Beem Plattform, wo aktuelle Angebote passend zum gesehenen Plakat, zur Sendung oder zum Spot zu finden sind. Das können reine Zusatzinformationen, Gewinnspiel- oder Voting-Teilnahmen oder auch Kaufangebote und Gutscheine.

Alternativ zu den Dritt-Apps gibt es eine eigene Beem-App im Apple App Store und Google Play Store zum Download. Es ist grundsätzlich nicht notwendig, sich bei Beem zu registrieren, um die Plattform zu nutzen, macht die wiederholte Nutzung von Beem für den User aber einfacher.


Zum Start kooperiert Beem mit APG-Plakatstellen und Kinospots. TV-Sender befinden sich in fortgeschrittener Testphase und folgen in Kürze. Bereits nutzbar ist Beem auf 3+. "Eine Kampagne durch Beem zu ergänzen ist in diesem Umfeld ein echter Mehrwert", findet Alessandro Rausa, Leiter Beem bei Swisscom.

SBB-Kampagne setzt auf Beem

Die ersten mit Beem ausgestatteten Kampagne starten per 3. Juni: die SBB setzen auf die neue Technologie – ausserdem macht Beem selber auf sich aufmerksam. Kunden können Kampagnen via APG (für Plakate) sowie WerbeWeischer (für Kino) realisieren. Admeira und Goldbach sind für die TV-Implementation bereits in die Testphase involviert. "Klassische Werbemittel sorgen für die notwendige Aufmerksamkeit – dank Beem wird diese nun elegant mit interaktiven Aspekten und relevanten Inhalten mit Mehrwert verknüpft. Eine sehr attraktive Kombination", ist Beat Holenstein, Mitglied der Unternehmensleitung bei APG überzeugt.

Die Vision von Beem ist es, die analoge und digitale Welt zu verschmelzen: Das umfasst auch Einsatzmöglichkeiten ausserhalb der Werbung. Der Einsatz von Beem ist überall da sinnvoll, wo die Nutzer mit ihrem Smartphone interagieren und eine zusätzliche Informationsebene nutzen können – zum Beispiel an Events, in Museen, zur räumlichen Orientierung usw. Dazu lassen sich hier Zusatzinfos downloaden.

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