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Urs Lehmann soll FIS-Präsident werden

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Will FIS-Präsident werden: Urs Lehmann
© Stephan Bögli
Will FIS-Präsident werden: Urs Lehmann
Geht es nach Swiss-Ski wird der nächste Präsident der FIS wieder ein Schweizer. Urs Lehmann, der aktuelle Präsident des Schweizer Skiverbands, kandidiert für die Nachfolge von Gian Franco Kasper. Der 76-Jährige hatte im vergangenen November angekündigt sein Amt beim internationalen Verband niederzulegen. Die Entscheidung über seine Nachfolge fällt im Herbst.
Für Urs Lehmann wäre die Ernennung zum FIS-Präsidenten der Höhepunkt seiner Karriere. Der Abfahrts-Weltmeister von 1993 ist seit 2006 Präsidiumsmitglied von Swiss-Ski und seit 2008 Präsident des Schweizerischen Skiverbandes.


Unter Lehmann erlebt Swiss-Ski bei den Alpinen bei den Heim-Weltmeisterschaften in St. Moritz 2017 die erfolgreichste Ära seit Ende der Achtzigerjahre – mit dem Höhepunkt des erstmaligen Gewinns der Nationenwertung nach über 30 Jahren. "Es ist wichtig, dass wir in der FIS als unserem internationalen Dachverband einerseits Kontinuität wahren, andererseits aber auch neue Visionen und Ideen einbringen. Ich fühle mich bereit für diese herausfordernde Aufgabe", sagt der Kandidat. Unter anderem berichten Schweizer Medien von Plänen, jährlich eine Asien-Tour zu veranstalten, um dort die Vermarktungsmöglichkeiten auszubauen. Ebenso könnten E-Sports und neue Formate im alpinen Skizirkus eine Rolle spielen.

Wenn Lehmann sich beim 52. FIS-Kongress im Herbst durchsetzt, würde er sich in die Reihe der Schweizer FIS-Präsidenten Marc Hodler und Gian Franco Kasper nahtlos einfügen. Zu den Rivalen des 51-Jährigen gehört  Johan Eliasch (58), der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von Head. Ambitionen werden auch Sarah Lewis nachgesagt. Die Britin ist seit fast 20 Jahren als Generalsekretärin an den Schalthebeln der Macht bei der FIS.
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