SWA und LSA

Protest gegen Einsparungen bei Printforschung

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Die Verleger wollen an der MACH basic sparen
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Die Verleger wollen an der MACH basic sparen
Die AG für Werbemedienforschung WEMF muss auf Druck von Sparvorgaben der Verleger ihre Forschungskosten senken. Das verwässert nach Ansicht des Schweizer Werbeauftraggeberverbands (SWA) und der Leading Swiss Agencies (LSA) die Ergebnisse der Printleserstudie MACH basic.


Bereits diesen Herbst sollen die Leserschaftszahlen der MACH basic nicht mehr auf den letzten zwei Semestern sondern neu auf den letzten vier Semestern berechnet werden. Die  beiden Verbände kritisieren, dass die publizierten Leserschaftszahlen von allen Zeitungen und Zeitschriften dann auf Werten basieren, welche bis zu zwei Jahre alt sind. Nach Berechnungen der WEMF werden sich die Reichweiten von rund 250 Titeln durchschnittlich um zwei Prozentpunkte erhöhen. Einzelne Titel „gewinnen“ mit der Umstellung jedoch bis zu acht Prozentpunkte.

SWA und LSA protestieren gegen diese Verlängerung des Erhebungszeitraums. In Zeiten, in denen sich die Mediennutzung stark verändert, fordern die beiden Verbände stattdessen, dass die Leserschaftszahlen möglichst aktuell berechnet werden. Die Leserzahlen und die Werbeumsätze gingen in den letzten Jahren in der Presse stetig zurück. Vor allem grosse Titel haben viele Leserverluste hinnehmen müssen. Trotzdem blieben Printmedien, so die Aussage, eine wichtige Informationsquelle und damit auch ein wichtiger Werbekanal. Im letzten Jahr haben Werbeauftraggeber noch gut 1,1 Milliarden Franken in Zeitungen und Zeitschriften investiert.

Deshalb sind aktuelle Leserschaftszahlen für die Mediaplanung nach Ansicht von Werbungtreibenden und Agenturen nach wie vor sehr wichtig. Die geplante Sparmassnahme der WEMF wird von SWA und LSA als „Verwässerung“ der Forschung betrachtet. Die Verbände äußern Verständnis für den Druck in vielen Verlagshäusern, wünschen jedoch  andere Massnahmen. Welche das sein könnten, dazu signalisieren sowohl der Agentur-  als auch der und Auftraggeberverband Gesprächsbereitschaft. pd/vg
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