SWA / LSA

Streit mit WEMF um Leserreichweiten beigelegt

Korrekte Ausweisung der Leserreichweiten
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Korrekte Ausweisung der Leserreichweiten
Die AG für Werbemedienforschung (WEMF) hat im letzten November Sparmassnahmen für die Leserschaftsforschung MACH Basic beschlossen. Dagegen hatten sich der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) und Leading Swiss Agencies (LSA) zur Wehr gesetzt. Nun haben sich die Parteien auf einen Kompromiss geeinigt.




Die Forscher wollten unter anderem die jährliche Anzahl der Interviews von heute 19.000 auf künftig 15‘000 reduzieren. Bereits in ihrer Herbstpublikation 2018 veränderte die WEMF den Erhebungszeitraum der Leserschaftsdaten. So wurden erstmals für alle Titel die Reichweiten auf Basis der letzten vier Semester statt wie bisher zwei Semester publiziert. Nach Berechnungen der WEMF erhöhte sich dadurch die Reichweite der Titel um durchschnittlich 2 Prozent. Einzelne Zeitungen und Zeitschriften verzeichneten allerdings bis zu 8 Prozent „Lesergewinne“ ohne eigenes Zutun.

Bei kleineren Zeitungen und Zeitschriften mit Auflagen von unter 20.000 Exemplaren basierten die Leserzahlen bereits länger auf zwei Jahren. Diese Ausnahme war vom Werbemarkt akzeptiert, da sich die Leserzahlen bei kleineren Titeln von Jahr zu Jahr nur wenig verändern. Mit der seitens WEMF vorgesehenen Ausweitung dieser Methodik auf die Mehrheit der erhobenen Publikationen der „MACH Basic“ waren die beiden Verbände SWA und LSA nicht einverstanden.


Einjahreswerte für die wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften

Nach Gesprächen mit der WEMF und weiteren Stakeholdern, gibt es laut der verbände nun einen Kompromiss. Demnach soll für die Titel der Kategorie „Tagespresse 1“ sowie bei Titeln mit über 50.000 Exemplaren Auflage der Kategorien „Sonntagspresse“, „General Interest“ und „Consumer-Presse“ weiterhin die Reichweite auf Basis eines Befragungsjahrs ausgewiesen werden. Dank dieser Lösung erhält nun der Werbemarkt weiterhin jährliche Leserschaftszahlen für die rund 50 wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften und die WEMF kann trotzdem Kosten bei den Interviews einsparen.

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