Sunrise / UPC

Weko genehmigt die Übernahme von UPC Schweiz

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Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) erhebt nach vertiefter Prüfung keine Einwände gegen die Übernahme von UPC Schweiz durch Sunrise und hat die Transaktion damit genehmigt. Die Genehmigung wurde ohne Bedingungen oder Auflagen erteilt.
Mit diesem Entscheid sieht Sunrise ihre Auffassung bestätigt, dass die Transaktion Sunrise erhebliche Wettbewerbsvorteile verschafft und zu einem noch stärkeren Wettbewerber macht. Mit der Übernahme von UPC wird Sunrise über die zukunftsfähigste Hochbreitbandinfrastruktur verfügen und Privat- und Geschäftskunden überall in der Schweiz mit dem besten Internet versorgen können, sei dies über FTTH, Kabel oder 5G. Sunrise verspricht sich von der Transaktion daher nebst grossen Kosteneinsparungen insbesondere im Vorleistungsbereich erhebliches Cross-Selling-Potenzial. Dadurch schafft die Transaktion auch ihren Aktionären einen substantiellen Mehrwert und sichert die langfristige Profitabilität von Sunrise.


"Wir freuen uns sehr über den Entscheid der Weko und arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der geplanten Integration der UPC Schweiz in die neue Sunrise. Mit der Genehmigung durch die Weko haben wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu New Sunrise erreicht. Durch das Zusammenführen der Infrastrukturen von Sunrise und UPC Schweiz und Investitionen von jährlich rund einer halben Milliarde Franken, wird die Schweiz eine Hochleistungs-Internetinfrastruktur inklusive 5G erhalten, die das Potential hat, bis 2021 90 Prozent der Haushalte mit Breitband-Internet von bis zu 1 Gbit/s zu versorgen. New Sunrise wird dadurch Marktanteile gewinnen und ein starker Partner für die Schweizer Wirtschaft sein", sagt Olaf Swantee, CEO von Sunrise.
Weko betrachtet diese Übernahme anders als die Fusion Sunrise/Orange

"Sunrise wird mit der Übernahme von UPC und deren Kabelnetzinfrastruktur zum zweitgrössten Telekommunikationsunternehmen in der Schweiz. Wie Swisscom wird Sunrise damit in der Lage sein, Festnetz-, Breitbandinternet- und Mobilfunkleistungen sowie digitales Fernsehen auf der eigenen Infrastruktur in der Schweiz anzubieten", schreibt die Weko. Im Gegensatz zum Zusammenschlussvorhaben Sunrise/Orange, das die Weko im April 2010 untersagt hatte, würden sich vorliegend die Zusammenschlussparteien in vielen Bereichen ergänzen.

Zudem sei eine mögliche gemeinsame Marktbeherrschung mit Swisscom nicht gegeben, meint die Weko weiter. Auch erscheine eine Koordination zwischen den beiden Unternehmen "unwahrscheinlich, da die Zusammenschlussparteien und Swisscom unterschiedlich aufgestellt sind". Die WEKO erwartet daher durch die Übernahme eine Belebung des Wettbewerbs. Umso mehr als Sunrise öffentlich angekündigt habe,  in Zukunft attraktive Produkte zu einem günstigen Preis und in hoher Servicequalität anbieten zu wollen, um Marktanteile zu gewinnen.

Damit stehen dem Vollzug der Transaktion keine weiteren regulatorischen Hürden im Weg. In einem nächsten Schritt wird Sunrise die Aktionäre zu einer ausserordentlichen Generalversammlung einladen, an welcher über die erforderliche Kapitalerhöhung zu beschliessen sein wird. Die Generalversammlung wird voraussichtlich am 23. Oktober 2019 stattfinden, mit dem Vollzug der Transaktion wird bis Ende November 2019 gerechnet.
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